Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Dienstag, 17. Mai 2011
Weg frei für größte Börse der Welt
Im Übernahmekampf um die New Yorker Börse Nyse Euronext hat die US-Börse Nasdaq am Montag ihr Angebot zurückgezogen. Damit steht der vielversprechenden Fusion mit der Deutschen Börse fast nichts mehr im Weg, meint die linksliberale Tageszeitung Süddeutsche Zeitung: "Es geht also um die Wall Street, das Symbol des amerikanischen Kapitalismus. Natürlich erzeugt das Widerstand, der bislang allerdings kaum politisch motiviert war. ... Nun, plötzlich, zog die Nasdaq ihr Gegenangebot zurück: Die Kartellbehörden hätten Einwände, hieß es. Das mag stimmen, aber vor allem hatte die Nasdaq weder ein überzeugendes Geschäftskonzept noch das Kapital, um die Deutsche Börse herauszudrängen. Nun scheint der Weg frei zu sein für die Frankfurter. Es gibt keinen anderen, der stören will, und selbst die größten Kritiker mäkeln bloß an Kleinigkeiten herum, ohne jedoch die Grundidee des Geschäfts in Frage zu stellen. Diese Episode der Geschichte ist es, die ein wenig Hoffnung macht, dass diese transatlantische Fusion zumindest einen guten Start haben könnte. Das ist schon mehr, als man bei solchen Geschäften erwarten darf."
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