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Il Sole 24 Ore - Italien | Freitag, 27. Mai 2011

Jemens Präsident schürt Gewalt

Jemens Präsident Ali Abdullah Saleh weigert sich zurückzutreten, und das Land steht nun kurz vor einem Bürgerkrieg. Bei Gefechten in der Hauptstadt Sanaa wurden am Donnerstag mehr als 40 Menschen getötet. Das Scheitern einer diplomatischen Lösung ist nur der starren Haltung von Saleh zuzuschreiben, meint die Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore überzeugt: "Im Jemen ist die Diplomatie gescheitert. In die Ecke gedrängt schürt Präsident Saleh die Gewalt, um an der Macht zu bleiben. ... Der Golf-Kooperationsrat hatte in den vergangenen Wochen aus Angst vor einem Dominoeffekt auf der Halbinsel versucht, die Krise zu entschärfen. Nachdem der 68-jährige Saleh zunächst Plänen für eine Übergangslösung zugestimmt zu haben schien, die die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit sowie eine Amnestie für ihn und seine Angehörigen vorsahen, machte er am Sonntag eine Kehrtwende und beharrt nun auf seiner Führungsrolle. Das ist eine Lösung im Stile Putins, die die Opposition nicht anzunehmen gewillt ist."

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