De Volkskrant - Niederlande | Montag, 6. Juni 2011
Griechischer Rettungsplan voller Risiken
Griechenland soll weitere Finanzhilfen in Höhe von 100 Milliarden Euro erhalten, sieht eine vorläufige Vereinbarung der 17 Euro-Länder vor. Dazu muss es aber strenger sparen und mehr Staatsbesitz privatisieren. Der Plan muss unterstützt werden, meint die linke Tageszeitung De Volkskrant: "Der griechische Premier Papandreou hat zugesagt, internationale Hilfe beim Privatisieren und Abbau der Bürokratie zu akzeptieren. Diese Konzessionen an seine Retter sind nicht ohne Risiko, denn die Opposition im eigenen Land gegen den ausländischen Einfluss wächst. Zweifellos wird der soziale Protest in Griechenland zunehmen - mit allen politischen Folgen. ... Auch international kann die neue Lösung schief gehen. Vor allem Deutschland, Finnland und die Niederlande neigen dazu, die Forderungen noch weiter hochzuschrauben aus Angst, vom eigenen Volk als Schlappschwänze beschimpft zu werden. Damit sollten diese Länder vorsichtig sein. Denn, wenn man Griechenland das Messer zu sehr an die Kehle setzt, kann das den Bankrott zur Folge haben. Und dann haben die Gläubiger noch schlechtere Karten."
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