Élet és Irodalom - Ungarn | Freitag, 3. Juni 2011
EU kann griechische Schuldenkrise nicht lösen
Griechenland braucht spätestens zum 1. Juli neue Finanzhilfen, welche die Euro-Länder wohl bewilligen werden. Aber der Ökonom Miklós Losoncz sieht das Vorgehen in der linksliberalen Wochenzeitung Élet és Irodalom skeptisch: "Im Lichte der Entwicklungen des vergangenen Jahres ist festzustellen, dass der Plan zur Sanierung des griechischen Staatshaushalts nicht realistisch ist. Die zu diesem Zweck beschlossenen rigiden Sparmaßnahmen haben das gewünschte Ziel nicht erreicht. ... Das Budgetdefizit hat im Vorjahr den im wirtschaftspolitischen Notprogramm veranschlagten Wert (8,1 Prozent) weit überschritten (10,5 Prozent). Das Bruttoinlandsprodukt wird auch in diesem Jahr sinken. Das bedeutet, dass die Steuereinnahmen Griechenlands um zehn Milliarden Euro hinter den Erwartungen zurückbleiben werden. ... Die Meinungsverschiedenheiten deuten darauf hin, dass die EU in politischer Hinsicht nicht in der Lage ist, die Schuldenkrise Griechenlands und ähnliche Krisen in anderen Ländern Europas im Rahmen der Wirtschafts- und Währungsunion zu behandeln."
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