Le Figaro - Frankreich | Dienstag, 7. Juni 2011
Deutscher Atomausstieg ist falsch
Am Montag hat die deutsche Regierung das Gesetz zum Atomausstieg im Jahr 2022 unterzeichnet. Das wird sich bald als Fehler herausstellen, meint die konservative Tageszeitung Le Figaro: "Generell gilt: Durch einen vollkommenen Atomausstieg werden die Karten in der Energiepolitik neu verteilt. Die Energie-Studie der Unternehmensberatung Capgemini bezifferte vor zwei Jahren den Investitionsaufwand, der bis 2030 nötig sein wird, um den Energie-Konsum zu decken, mit einer Billion Euro. Dieser Betrag, der nach wie vor aktuell ist, würde viel schneller steigen, wenn alle Atommeiler abgeschaltet werden. Bedenkt man Faktoren wie den Anstieg der Energiepreise und die verstärkte Ressourcen-Abhängigkeit sowie die Gefährdung umweltpolitischer Ziele, bereitet der Atomausstieg, der gerade so in Mode ist, letztendlich sogar den Umweltschützern schnell Kopfzerbrechen."
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