Dnevnik - Bulgarien | Sonntag, 19. Juni 2011
Bulgariens Regierung lagert Reformen aus
Bulgarien schreibt die Verwaltungsreform im Innenministerium sowie dem Gesundheits- und Sozialwesen öffentlich aus. Gesucht wird ein Beratungsunternehmen, das für umgerechnet rund 820.000 Euro eine Arbeit übernimmt, die von den Politikern gemacht werden müsste, kritisiert die Tageszeitung Dnevnik: "Vor zwei Jahren haben die bulgarischen Steuerzahler 20 Millionen Leva [zehn Millionen Euro] in Parlamentswahlen investiert, die den besten Bewerber für die Verwaltung des Landes bestimmen sollten. Gewonnen hat [die Partei] Gerb mit dem Slogan 'Wir zeigen, was Bulgarien kann'. Sie versprachen Autobahnen, Energieunabhängigkeit, ein Ende der Korruption, Gerechtigkeit und schmerzhafte, aber notwendige Reformen im öffentlichen Sektor. ... Das einzige aber, woran derzeit wirklich gearbeitet wird, sind die Autobahnen. ... Alles andere ist beim Alten geblieben. Und die öffentliche Ausschreibung für eine Beratungsfirma zeigt, dass die Regierung in der Mitte ihres Mandats nicht in der Lage ist, die riesige Beamtenschar des Innenministeriums und deren geringe Effizienz sowie die Verwaltung von Mitteln für Gesundheit und Renten in den Griff zu bekommen."
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