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Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | Dienstag, 21. Juni 2011

Assad noch lange nicht am Ende

Syriens Präsident Baschar al-Assad hat in einer Rede am Montag erneut versprochen, gegen Korruption vorzugehen und mehr Demokratie zuzulassen. Danach forderten Demonstranten wieder den Rücktritt Assads. Doch bis zu seinem Sturz wird es noch lange dauern, meint die konservative Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Wenn schon der außenpolitisch isolierte Gaddafi nicht so einfach niederzuringen ist, um wie viel schwieriger ist das bei einem Regime, das noch immer mächtige Freunde in der Region hat, etwa die Islamische Republik Iran, die mit Damaskus in einer strategischen Allianz gegen Israel und den Westen verbunden ist. Gelänge es aber, das Regime in Damaskus aus der über die libanesische Hizbullah bis zu den Palästinensern reichenden 'schiitischen Achse' herauszubrechen, sprich: diese fest gefügte Front zu lockern, könnte dies Chancen für neue politische Bewegungen und Konstellationen eröffnen. ... Zugute kommt ihm [Assad] auch, dass die Demonstrationen und Unruhen Aleppo und Damaskus, die beiden größten Städte des Landes, noch nicht richtig erfasst haben. ... In Damaskus sitzen jede Menge Leute, die vom Regime profitiert haben."

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