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Jornal de Negócios - Portugal | Freitag, 2. September 2011

Robert Skidelsky über Keynes' Rezept gegen eine weltweite Depression

Unter Ökonomen hat sich die Ansicht durchgesetzt, dass die koordinierten weltweiten Konjunkturimpulse des Jahres 2009 die Weltwirtschaft vor einer weiteren Großen Depression bewahrt haben, meint der britische Wirtschaftshistoriker Robert Skidelsky in der Wirtschaftszeitung Jornal de Negócios: "Sicher, die Kosten, die vielen Regierungen dabei entstanden, ihre Banken zu retten und ihre Volkswirtschaften angesichts des wirtschaftlichen Zusammenbruchs am Leben zu erhalten, haben ihre Kreditwürdigkeit beschädigt oder zerstört. Aber es wird zunehmend anerkannt, dass eine Sparpolitik des öffentlichen Sektors zu einem Zeitpunkt geringer Ausgaben im privaten Sektor zu Jahren der Stagnation, wenn nicht gar zu einem weiteren Zusammenbruch führen. Also wird sich die Politik ändern müssen. In Europa ist nicht viel zu hoffen. Die wahre Frage ist, ob US-Präsident Barack Obama imstande ist, in den Mantel seines Vorgängers Franklin Roosevelt zu schlüpfen. Um in Zukunft weitere Krisen von gleicher Schwere zu verhindern, würden Keynesianer für eine Stärkung der Instrumente zur gesamtwirtschaftlichen Steuerung plädieren. … Viel zu spät ist es hingegen für eine der liebsten Arzneien der Anhänger des österreichischen Ökonoms Friedrich von Hayek: die Abschaffung der Notenbanken - die angeblich die Quelle der exzessiven Kredite sind."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 5. September 2011

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