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NRC Handelsblad - Niederlande | Montag, 5. September 2011

Europas Öl-Boykott wird Syrien treffen

Die Europäische Union hat sich am Freitag auf einen Öl-Boykott gegen Syrien geeinigt. Ein richtiger Schritt, meint die liberale Tageszeitung NRC Handelsblad: "Viele andere Druckmittel hat Europa auch nicht. Die französische Regierung mag zwar Kontakte mit der syrischen Opposition knüpfen, doch das hat vor allem symbolische Bedeutung. Und eine Intervention wie in Libyen ist ausgeschlossen. In Syrien ist keine Rede von einer breiten Rebellenbewegung. ... Ein Embargo kann außerdem sehr effektiv sein, auch wenn Syrien kein großer Energieproduzent ist - nur ein Viertel des Exports macht Erdöl aus. Doch etwa 90 Prozent von all dem Öl fließt in die EU. ... Gerade weil Syrien beim Ölexport zum größten Teil mit der EU verbunden ist und europäische Unternehmen dabei eine Schlüsselrolle spielen, besteht eine logische Basis für eine gemeinsame Embargopolitik. Es ist ein Anfang. Aber es ist vermutlich noch nicht das Ende von Assad."

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