Navigation

 
Pravda - Slowakei | Freitag, 9. September 2011

Wahlrecht für Auslandsungarn inakzeptabel

Ungarns rechtskonservativer Premier Viktor Orbán hat am Donnerstag angekündigt, dass die Auslandsungarn künftig an den Wahlen zum ungarischen Parlament teilnehmen können. Dieser Schritt der Regierungspartei Fidesz belastet die Beziehungen zur Slowakei enorm, meint die linke Tageszeitung Pravda: "Im Verhältnis zu den Nachbarländern, wo eine große ungarische Minderheit lebt, vor allem aber im Verhältnis zur Slowakei, ist das ein beispielloser Akt. Vielleicht wird jetzt endlich auch unsere lethargische Diplomatie wach. Äußerungen, wonach in den ungarisch-slowakischen Beziehungen alles in Ordnung sei, halten der jetzigen Situation nicht mehr stand. Für Fidesz ist der Gedanke verlockend, dank des Wahlrechts für die Landsleute die eigene Macht zu festigen. Aus slowakischer Sicht ist das völlig unakzeptabel. Es ist Zeit zu fragen, was nach der doppelten Staatsbürgerschaft und dem Wahlrecht für die ungarischen Landsleute als nächstes kommt."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 9. September 2011

Weitere Inhalte