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Wiener Zeitung - Österreich | Mittwoch, 14. September 2011

Erdoğan baut Macht in Nahost aus

Der türkische Premier Recep Tayyip Erdoğan hat am Dienstag bei seinem Besuch in Ägypten für die Anerkennung Palästinas als unabhängiger Staat geworben. Mit seiner Rede vor den Außenministern der Arabischen Liga wollte Erdoğan die Vormachtstellung der Türkei in der Region absichern, meint die staatliche liberale Wiener Zeitung: "Die palästinensische Fahne müsse bei den Vereinten Nationen gehisst werden. Dass die Türkei selbst derart deutlich Flagge zeigt, hängt auch mit ihrem gewachsenen ökonomischen und außenpolitischen Selbstbewusstsein zusammen. Sie möchte ihr Image als Regionalmacht festigen. So kann es der Regierung in Ankara nur recht sein, wenn das Land als Vorbild für die Demokratisierungsbemühungen arabischer Staaten dient. Auch Erdoğan hat in Kairo die Türkei als Modell hingestellt - etwa für die Trennung von Religion und Staat. Dieses Prinzip, so hoffe er, werde in die neue Verfassung Ägyptens Eingang finden."

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