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Il Sole 24 Ore - Italien | Donnerstag, 15. September 2011

Noch nicht zu spät für Euro-Bonds

Voraussichtlich im Oktober will die EU Pläne für die Einführung von Euro-Bonds vorlegen, hat EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso am Mittwoch vor dem Europaparlament in Straßburg angekündigt. Die Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore mahnt aber zuvor eine schonungslose Analyse der bisherigen Probleme an: "Die Erbsünde des Euro besteht im Mangel an politischer Einheit unter den Euro-Ländern. … Unter dem Druck der Krise werden hochheilige Prinzipien über den Haufen geworfen. Etwa das strikte Verbot für europäische und nationale Behörden, der Europäischen Zentralbank (EZB) Vorgaben zu machen. Mittlerweile nimmt der EZB-Präsident an den Treffen der Regierungschefs teil und spricht sich mit ihnen ab. Der Maastricht-Vertrag enthielt das absolute Verbot, Mitgliedstaaten finanzielle Hilfen zu gewähren. Die EZB tut es dennoch. … Vielleicht ist es noch nicht zu spät, um einzugreifen. Doch die Grundvoraussetzung ist die mitleidlose Analyse begangener Fehler und die Bereitschaft, gemeinsam darüber nachzudenken, auf welcher Basis eine gemeinsame Währung wirklich funktionieren kann."

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