Gazeta Wyborcza - Polen | Freitag, 16. September 2011
Wenig Lehren aus Lehman-Pleite gezogen
Die US-Bank Lehman Brothers hat im September vor drei Jahren Insolvenz beantragt und damit die bis heute andauernde internationale Finanzkrise eingeleitet. Leider haben die Staaten nur wenig Lehren aus der Pleite gezogen, mahnt der Chefanalyst der polnischen Investmentfirma Xelion, Piotr Kuczyński, in der liberalen Tageszeitung Gazeta Wyborcza: "Wir hätten sinnvolle Reformen durchführen müssen. Wir hätten den Finanzmarkt mit neuen Regeln zügeln sollen. Wir hätten uns von jenen Unternehmen verabschieden sollen, die 'too big to fail' sind. Doch nichts davon ist passiert. Firmen, die 'zu groß sind, um zu scheitern', gibt es immer noch. Das Regelwerk ist weiterhin nur unbedeutend und lasch. Und die mutigeren Regeln, die gerade in der Planung sind, liegen noch in weiter Ferne. Man muss nur auf Griechenland schauen, wo gerade zwei von den drei großen Banken fusioniert haben, die Alpha Bank und die EFG Eurobank. Damit sind aus zwei großen Institutionen, die Probleme haben, ein einziges großes mit noch größeren Schwierigkeiten geworden."
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