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Neatkarīgā - Lettland | Dienstag, 4. Oktober 2011

Lettlands Sparkurs unnötig

Lettland hat nach der Finanzkrise ein striktes Sparprogramm durchgeführt, um einen Staatsbankrott abzuwenden. Doch das Ergebnis ist enttäuschend, meint die nationalkonservative Tageszeitung Neatkarīgā rīta avīze: "Lettland hat absolute Gehorsamkeit demonstriert, Kredite aufgenommen und auf sein souveränes Recht verzichtet, die Landeswährung abzuwerten, um die Krise schneller zu überwinden. Stattdessen wurde eine sogenannte innere Abwertung [durch die Absenkung von Löhnen] durchgeführt, die zwei Jahre in Anspruch nahm. Damit hat die lettische Regierung zugelassen, dass die Einwohner als Versuchskaninchen für einen neuen Wissenschaftszweig missbraucht wurden: die experimentelle Ökonomie. … Wenn wir jetzt die Entwicklung in Griechenland verfolgen, sehen wir, dass der Weg des Gehorsams von [Premier] Dombrovskis nicht belohnt wurde. Hätten wir bloß alle gestreikt und uns nicht um die Forderungen des IWF gekümmert, hätte man uns am Ende die Hälfte der Schulden erlassen."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 4. Oktober 2011

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