Novinar - Bulgarien | Dienstag, 4. Oktober 2011
Bulgarische Renten gegen Schuldenkrise
Bulgariens Premier Bojko Borisov hat am Dienstag in Prag verschuldete EU-Staaten dazu aufgerufen, ihr Renten-Niveau an das Bulgariens anzupassen, um ihr Haushaltsdefizit zu senken. Die bulgarischen Rentner sind ohne Zweifel Superhelden, meint die Tageszeitung Novinar, weil sie mit 140 Euro im Monat überleben können: "Noch geht es einigen Senioren in Europa besser als anderen. Folgen wir aber dem Ratschlag Borisovs, würden Europas Rentner bald alle gleich sein und gemeinsam die EU retten. Die bulgarischen Senioren gehören dabei an die vorderste Front, denn im Namen des wirtschaftlichen Überlebens ihrer Heimat haben sie schon eine ganze Reihe von Superkräften entwickelt: Sie könnten lange hungern und sie erfrieren nicht gleich, wenn sie ohne Strom und Heizung bleiben. Könnten das auch die anderen in Europa, wäre die Krise längst überwunden. Im Gegensatz zu Bulgarien ist man in anderen Teilen der EU aber nicht willens, die alten Menschen zu Tode zu quälen, auch wenn man dadurch die Euro-Zone retten könnte."
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