Galamus - Ungarn | Mittwoch, 5. Oktober 2011
Ferenc Lendvai sieht in Europa keinen Platz für die Burka
In Frankreich und Belgien ist es seit diesem Jahr gesetzlich verboten, in der Öffentlichkeit eine Vollverschleierung zu tragen. Auch die Niederlande und Spanien erwägen, ein Burka-Verbot einzuführen. Der Philosoph Ferenc L. Lendvai argumentiert auf dem linken Meinungsportal Galamus, dass in einer multikulturellen Gesellschaft die Toleranz bei der Burka aufhört: "Das Prinzip des Multikulturalismus ist in einem entsprechenden Rahmen durchaus lebensfähig. Dieser Rahmen muss jedoch so beschaffen sein, dass die Identität der Gesellschaft, der Kultur und der Bürger eines Gastlandes nicht gefährdet werden. ... Kopftuch und Turban können auf der Straße ohne weiteres getragen werden. Die Verschleierung des Gesichts indes ist ebenso wenig zu tolerieren wie beispielsweise das öffentliche Tragen einer Maske. ... Ein wohlgesinnter und freier Mensch stellt sein Gesicht offen zur Schau. Wer dies nicht tut, ist entweder nicht wohlgesinnt oder nicht frei. ... Es gibt aber auch noch einen quantitativen Aspekt: ... die Zahl der Einwanderer. Sie sind willkommen, solange ihre Zahl die Identität des Gastlandes nicht gefährdet. ... Der Multikulturalismus und die mit ihm einhergehende Toleranz müssen sich also innerhalb rationaler und nüchterner Grenzen bewegen. Die Burka hat innerhalb dieser Grenzen keinen Platz."
» zum ganzen Artikel (externer Link, ungarisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Integration, » Minderheiten, » Weltanschauung, » Niederlande, » Global
Alle verfügbaren Texte von » Ferenc L. Lendvai
» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 5. Oktober 2011