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Salzburger Nachrichten - Österreich | Dienstag, 11. Oktober 2011

Gewalt gegen Kopten ernüchtert Ägypten

Bei einem Gewaltausbruch im Zuge einer Demonstration koptischer Christen in Kairo sind in der Nacht zum Montag mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen. Die Kopten protestierten gegen zunehmende Übergriffe durch Islamisten und fehlenden Schutz durch das Militär. Doch die Gewalt könnte auch von anderer Seite inszeniert worden sein, meint die christlich-konservative Tageszeitung Salzburger Nachrichten: "Offenbar sind es Kräfte des alten Regimes, die Unruhe stiften, um möglichst viel von ihrer Machtposition zu retten. Der Unmut in der Bevölkerung über den regierenden Militärrat wächst: Die wirtschaftliche Lage verschlechtert sich, die Einführung eines demokratischen Systems verzögert sich. Ursprünglich sollte binnen sechs Monaten der Übergang zu einer zivilen Führung abgeschlossen sein. Mittlerweile zeigt das Militär wenig Neigung, die Macht bald abzugeben. Auf die Euphorie des 'arabischen Frühlings' ist im Herbst die große Ernüchterung gefolgt."

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