Népszabadság - Ungarn | Samstag, 22. Oktober 2011
Ungarns Ex-Premier belastet seine neue Partei
Der ehemalige ungarische Premier Ferenc Gyurcsány hat am Samstag angekündigt, zusammen mit Gleichgesinnten aus der Sozialistischen Partei (MSZP) auszutreten und eine neue Partei mit dem Namen Demokratische Koalition (DK) zu gründen. Die neue Partei hat gute Chancen, aber gerade der unbeliebte Gyurcsány macht sie wieder zunichte, meint die linksliberale Tageszeitung Népszabadság: "Die Spaltung der MSZP ist das Ergebnis einer inneren Debatte, die sich um Folgendes gedreht hat: Warum gelingt es den Sozialisten nicht, die enttäuschten Wähler der Rechten für sich zu gewinnen? ... Inzwischen ist das Lager der unentschiedenen Wähler auf 55 Prozent angeschwollen. ... Gyurcsánys Vorstellung von der Schaffung eines links-liberal-konservativen Lagers, das der Regierung von Viktor Orbán Paroli bieten könnte, hat zweifelsohne größere Aussichten auf Erfolg als die blutarme linke Politik der MSZP. Nur: Die prinzipiell guten Aussichten einer 'westlich orientierten linken Politik' werden durch die starke Ablehnung des Politikers Gyurcsány erheblich gemindert."
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