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Kurier - Österreich | Mittwoch, 26. Oktober 2011

Tunesische Wahlsieger sind demokratisch

Noch vor Bekanntgabe der Endergebnisse der Wahl in Tunesien hat die gemäßigt islamistische Partei Ennahda am Dienstag Koalitionsgespräche aufgenommen. Auch wenn der Westen beunruhigt ist über den wahrscheinlichen Wahlsieger, gibt es nach Meinung der Tageszeitung Kurier keinen Grund anzunehmen, die Ennahda sei undemokratischer als ihre Konkurrenz: "Es ist nicht zu erwarten, dass sich ausgerechnet das stark säkularisierte Tunesien, in dem auch die Frauen ihren festen Platz im öffentlichen Leben haben, jetzt in einen finsteren Gottesstaat verwandelt. Ennahdha-Chef Ghannouchi gab sich im Wahlkampf jedenfalls gemäßigt und bekannte sich zu demokratischen Grundwerten. Als Demokrat bleibt einem nichts anderes übrig, als die Entscheidung der Tunesier in der ersten freien Wahl ihrer Geschichte zu akzeptieren. ... Faule Kompromisse, wie sie früher aus Bequemlichkeit und Kurzsichtigkeit mit Nordafrikas Autokraten eingegangen wurden, dürfen sich nicht wiederholen."

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