Magyar Hírlap - Ungarn | Donnerstag, 27. Oktober 2011
Kritik an rechter Theaterführung hysterisch
Der Oberbürgermeister von Budapest, István Tarlós, hat in den vergangenen Tagen harsche Kritik einstecken müssen, sowohl aus Ungarn als auch dem Ausland. Er hatte Anfang Oktober den rechtsradikal gesinnten Theatermann György Dörner sowie den ehemaligen rechtsextremen Politiker und Dramaturgen István Csurka damit betraut, das Neue Theater in der ungarischen Hauptstadt zu leiten. Die rechtskonservative Tageszeitung Magyar Hírlap sieht in der Kritik die gewohnte Hysterie der Linken: "Was sich rund um das Neue Theater abspielt, ist erschreckend und schauerlich. ... Und dann ist da noch der Protest der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste. ... Ich stelle mir die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste vor, wie bei ihr die Nachricht eingeht, dass die Leitung eines Budapester Theaters mit zweihundert Sitzen von Dörner und Csurka übernommen wird. Und die deutsche Akademie zuckt zusammen wie eine Auster, auf die man Zitronensaft träufelt. 'Wow, echt!', kreischen die Mitglieder der deutschen Akademie und ergehen sich prompt in einem fieberhaften Protest. Denn sie haben nichts Besseres zu tun. Sie haben nur ihre kranke Seele im Sinn, Ersatzhandlungen und natürlich die bedingungslose Befriedigung ihres Auftraggebers [die linken Intellektuellen Ungarns]. ... Europas Seele ist wirklich krank. Schwer krank. Und Ungarns Seele ist dabei am schwersten erkrankt."
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