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Trouw - Niederlande | Freitag, 28. Oktober 2011

Hoher Preis für Nato-Einsatz in Libyen

Die Nato will am heutigen Freitag offiziell ihren Einsatz in Libyen beenden. Der Krieg kostete schätzungsweise bis zu 50.000 Menschen das Leben. Doch die ethische und völkerrechtliche Frage des Einsatzes wird ignoriert, beklagt Kolumnist Rob de Wijk in der christlich-sozialen Tageszeitung Trouw: "Obama, Sarkozy und Cameron schrieben, dass zehntausende Libyer von der Nato gegen die Gräueltaten von Gaddafi geschützt wurden. Das wird zweifellos stimmen, aber gleichzeitig verloren zehntausende Libyer ihr Leben, auch durch die Beteiligung der internationalen Gemeinschaft, die sie schützen wollte. Wieviele Opfer noch fallen werden, hängt davon ab, in welchem Maße der Übergangsrat das Chaos unter Kontrolle bekommt. Mich beschäftigt die Frage, wieviele Leben der Schutz der Bevölkerung kosten darf. Die Frage ist entscheidend, weil die Nato in einem Bürgerkrieg Partei ergriff und das ursprüngliche UN-Mandat deutlich erweiterte. Oder wurde das humanitäre Argument nur benutzt, um politische Motive zu vertuschen?"

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 28. Oktober 2011

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