Naftemporiki - Griechenland | Montag, 31. Oktober 2011
Schuldenschnitt bringt Griechen nichts
Griechenland soll mit dem am vergangenen Mittwoch beschlossenen Schuldenschnitt seine Verschuldung von derzeit 160 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf 120 Prozent im Jahr 2020 reduzieren. Da die Verschuldung Griechenlands bereits im Jahr 2009 bei 127 Prozent lag, fragt sich die konservative Wirtschaftszeitung Naftemporiki, warum man nun zehn Jahre lang Maßnahmen unternehmen soll, um auf denselben Schuldenstand zu kommen wie zur Zeit, als Griechenland das erste Mal um internationale Hilfe bitten musste: "Waren die getroffenen Entscheidungen etwa falsch? Die Zahlen und Fakten sprechen leider dafür. ... Die Arbeitslosigkeit hat mittlerweile 20 Prozent erreicht. Bis zum kommenden Sommer werden vermutlich weitere 183.000 Unternehmen schließen. Außerdem werden die Renten und Löhne weiter schrumpfen und die Bürger überdurchschnittlich hoch besteuert. Doch brauchen wir all das wirklich, um im Jahr 2020 wieder das Niveau von 2009 zu erreichen? ... Diese Entscheidungen geben nun jedem Bürger das Recht, das 'beschädigte politische System' zu verurteilen. ... Wir brauchen klare Worte und klare Lösungen."
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