Helsingin Sanomat - Finnland | Dienstag, 1. November 2011
Finnen haben etwas gegen Schwedisch
In Finnland gibt es zwei offizielle Landessprachen, aber es dürfen keine zweisprachigen Schulen gegründet werden. Für die liberale Tageszeitung Helsingin Sanomat bieten zweisprachige Schulen jedoch bessere Lernmöglichkeiten, als jeweils einsprachige Schulen für die Sprachgruppen, denn in der Praxis ist Schwedisch für die Mehrheit der Finnen eine tote Sprache: "Gleichzeitig wächst das Gefühl der Fremdheit gegenüber dem Schwedischen und der Kultur der Finnlandschweden, was die Trennung zwischen den beiden Sprachgruppen noch verstärkt. … Sowohl in den finnisch- als auch den schwedischsprachigen Kreisen ist in den vergangenen Jahren eine lebhafte Diskussion darüber geführt worden. In den finnischsprachigen Kreisen schürt eine kleine Minderheit Ressentiments gegen das Schwedische. In den schwedischsprachigen Kreisen wiederum scheint die Abgrenzung vom Finnischen viele Befürworter zu finden. In einer modernen, multikulturellen Welt sollte man Familien und Kindern jedoch lieber neue Alternativen bieten, anstatt die Tür zuzuschlagen."
» zum ganzen Artikel (externer Link, finnisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Gesellschaft, » Finnland, » Schweden
» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 1. November 2011