Delo - Slowenien | Mittwoch, 2. November 2011
Regierungspartei schadet Kroatien
Die kroatische Antikorruptionsbehörde ermittelt gegen die konservative Regierungspartei HDZ, wie am Donnerstag vergangener Woche bekannt wurde. Unter dem früheren Premier Ivo Sanader sollen mit Hilfe von Schwarzgeldkonten Wahlkämpfe finanziert worden sein. Die HDZ hat dem Land in den vergangenen zwanzig Jahren nur geschadet, meint die Tageszeitung Delo: "Gäbe es die HDZ nicht, wäre das Land trotz des brutalen Kriegs in den 1990er Jahren wohl ein geordneter, stabiler und angesehener Staat und EU-Mitglied. Angesichts der natürlichen Gegebenheiten wären die Menschen des Landes recht wohlhabend. In mancher Hinsicht hätte Kroatien den Nachbarn Slowenien wohl auch schon überholt. Wenn die Kroaten einmal ausrechnen werden, wie viel finanzielles und gesellschaftliches Übel die HDZ dem Land gebracht hat, dann werden sie feststellen, dass der größte Aggressor nicht von der anderen Seite der östlichen Grenzen kam, sondern die ganze Zeit hier zu Hause war."
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