Blog Jugular - Portugal | Donnerstag, 3. November 2011
Lissabon wird Dritte-Welt-Stadt
Die portugiesische Regierung plant Kürzungen bei den öffentlichen Verkehrsmitteln im Großraum Lissabon. So soll die Metro in den Abendstunden früher schließen. Der Berater Hugo Mendes hält die Pläne im Blogportal Jugular für unsozial: "Zehntausende Menschen leben außerhalb und sind abhängig von öffentlichen Verkehrsmitteln, wenn sie zu später Stunde von der Arbeit nach Hause wollen. Wenn die Metro um 23 Uhr oder teilweise sogar um 21:30 Uhr geschlossen ist, degradiert das Lissabon nicht nur zur Dritte-Welt-Hauptstadt, sondern verringert auch das verfügbare Einkommen derjenigen, die dann mit dem Auto fahren müssten. Und wer keins hat oder nutzen kann, der kann ja ein Taxi oder das Fahrrad nehmen oder eben zu Fuß gehen. Seht zu wie ihr zurechtkommt. Und wenn man etwa den Mindestlohn [von 485 Euro] verdient, lohnt es sich kaum noch, zur Arbeit zu gehen. Tja, öffentliche Verkehrsmittel nach dem Abendessen sind ein Luxus, dem wir entsagen müssen."
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