Právo - Tschechien | Freitag, 4. November 2011
Alles läuft auf eine kleinere Euro-Zone hinaus
Trotz der aktuellen Turbulenzen um den Euro steht die Gemeinschaftswährung nach Auffassung der linken Tageszeitung Právo nicht zur Disposition, rechnet aber mit dem Austritt mehrerer Staaten aus der Euro-Zone: "Wenn Griechenland tatsächlich fällt, ist nicht auszuschließen, dass es weitere Staaten in seinen Strudel reißen wird. Finanzexperten malen schon länger an Karten, auf denen nur noch Deutschland, skandinavische Länder und ein paar umliegende Länder als Euro-Staaten verzeichnet sind. Doch auch das wäre kein Grund, den Euro aufzugeben und zur D-Mark, dem Gulden oder dem Schilling zurückzukehren. Das würde nämlich auch bedeuten, dass die Deutsche Bundesbank neuerlich wie in den 1980er Jahren den entscheidenden Einfluss auf die Geldentwicklung in Europa bekommen würde. Das will keiner von den Partnern Berlins. Wie also sind die Aussichten für den Euro? Die Einheitswährung ist nicht gefährdet. Aber ganz sicher einige Staaten der derzeitigen Eurozone."
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