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Welt am Sonntag - Deutschland | Montag, 14. November 2011

Berlin muss Morde von Neonazis verurteilen

Eine Neonazi-Bande wird für eine Serie von Gewaltverbrechen in Deutschland verantwortlich gemacht: Die Ermordung von sechs türkischen, zwei türkischstämmigen deutschen und einem griechischen Ladenbesitzer sowie einer Polizistin, ein Bombenanschlag und zahlreiche Banküberfälle. Dieses Mal müssen deutsche Politiker entschlossener Flagge zeigen, fordert die konservative Welt am Sonntag: "Vor 20 Jahren brannten Asylbewerberheime und von Türken bewohnte Häuser. Die Orte unserer Schande hießen Hoyerswerda, Rostock, Mölln und Solingen. Es hat aber nie aufgehört zu lodern, wir haben nur die Flammen nicht gesehen. Die türkischstämmigen Einwohner der Bundesrepublik werden sich nun fragen, ob dieser Staat sie eigentlich schützen kann und will. Als Anfang der 90er-Jahre manche ihrer Familien bei Anschlägen umkamen, blieb die große, solidarische Geste aus. Kein Kanzler, kein Bundespräsident reiste an den Ort der Taten, diese Fehlleistung wurde bei den Einwanderern durchaus registriert. Umso mehr ist nun die erste Reihe der deutschen Politik gefragt. Die Hinterbliebenen der Opfer warten auf Beistand und eine Erklärung. Wir sind ihnen beides schuldig."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 14. November 2011

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