Navigation

 
Trud - Bulgarien | Dienstag, 15. November 2011

Ewgenij Dajnow über die Vorteile der EU-Spaltung

Infolge der Euro-Krise sprechen immer mehr Politiker von der Spaltung der EU in ein Europa der zwei Geschwindigkeiten. Bulgarien wäre außerhalb des harten Kerns der EU durchaus besser aufgehoben, meint der Politologe Ewgenij Dajnow in der Tageszeitung Trud: "Es wäre gar nicht so schlecht, wenn Merkozy uns außen vor lässt aus ihrem 'Kern' der Eurozone. Das heißt, der 'Kern' wird die Schulden Griechenlands und Italiens abzahlen und französische Banken retten. Wir hingegen bleiben im Kreis der stärker liberalisierten Marktwirtschaften mit diszipliniertem Haushalt. Die führende Kraft in unserem Klub wird Großbritannien sein, was man Merkozy gegenüber sicherlich bevorzugen sollte. Jedenfalls kommen die Briten nicht auf die Idee, uns höhere Steuern aufzudrücken oder das französische Modell einer gelenkten Wirtschaft. Britische Zeitungen rufen bereits den Premier Cameron dazu auf, die Führung über die zehn Verbannten aus der Eurozone zu übernehmen. Nach der britischen Politik zu urteilen, wird er es früher oder später auch tun."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 16. November 2011

Weitere Inhalte