Lietuvos Žinios - Litauen | Freitag, 18. November 2011
Bankenverstaatlichung kein Grund zur Sorge
Wegen des Verdachts der Bilanzfälschung ist die litauische Geschäftsbank Snoras in der Nacht zu Donnerstag überraschend verstaatlicht worden. Für die konservative Tageszeitung Lietuvos Žinios ist das kein Grund zur Sorge: "Zwar sind noch zahlreiche Fragen offen und es gibt zu wenig Informationen zu diesem Fall, aber im Grunde ist die Sache klar: In anderen EU-Ländern werden Banken auch vom Staat übernommen, und darum ist die Entscheidung der litauischen Regierung nichts Ungewöhnliches - vielmehr liegt sie im Interesse der Allgemeinheit. ... Wenn der Staat auf diese Weise eingreift, dient das vor allem dazu, die Geschäftstätigkeit der Bank fortzuführen. Dies wird durch unterschiedliche Maßnahmen gewährleistet: Die Zentralbank stellt Kredite zur Verfügung, während das Finanzministerium die Einlagen sichert oder zusätzliche Anleihen begibt. Das bedeutet, dass die Geschäfte weiterlaufen wie zuvor, nur dass es eben einen neuen Eigentümer gibt: den Staat. Und das ist kein Grund zur Panik und führt auch nicht zu zusätzlichen Ausgaben, für die später die Steuerzahler aufkommen müssten."
» zum ganzen Artikel (externer Link, litauisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Finanzpolitik, » Banken, » Litauen
Alle verfügbaren Texte von » Margarita Starkevičiūtė
» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 18. November 2011