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24 Chasa - Bulgarien | Montag, 21. November 2011

Bulgariens Verkehrssünder haben zu viel Freiheit

Bulgarische Autoversicherer fordern seit langem, den Preis der Auto-Haftpflichtversicherung von dem Verkehrsverhalten des Fahrers abhängig zu machen. Das ist eine weltweit gängige Praxis, die in Bulgarien aber nicht funktionieren wird, meint die Tageszeitung 24 Chasa: "Bulgarische Versicherer, deren Mutterunternehmen in reichen Ländern sitzen, verfügen schon über die notwendige Kundensoftware. Doch warum nutzen sie sie nicht? Weil sie in Bulgarien einfach nichts nützt. Einerseits weigern sich die Versicherer, untereinander Kundendaten auszutauschen. Aber ohne eine gemeinsame Versicherten-Datei braucht ein Verkehrssünder nur den Versicherer zu wechseln und schon ist er wieder sauber. ... Andererseits, wenn ein bulgarischer Autofahrer keine Strafpunkte bei der Verkehrsbehörde hat, heißt das noch lange nicht, dass er perfekt ist. Angesichts der grassierenden Korruption auf Bulgariens Straßen ist es eher ein Anzeichen dafür, dass er genug Geld hat oder einen guten Draht zu den Verkehrspolizisten."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 22. November 2011

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