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La Repubblica - Italien | Dienstag, 29. November 2011

Obama bestimmt wirtschaftliche Prioritäten der EU

US-Präsident Barack Obama hat der EU die Unterstützung Washingtons im Kampf gegen die Schuldenkrise zugesagt. Die Vereinigten Staaten seien bereit, "ihren Beitrag" zu leisten, sagte Obama am Montag nach dem Gipfel-Treffen mit EU-Vertretern im Weißen Haus. Hilfe ist aber nur zu erwarten, wenn die EU sich die Prioritäten Obamas zu eigen macht, meint die linksliberale Tageszeitung La Repubblica: "'Erstens Wachstum fördern, zweitens Arbeitsplätze schaffen, drittens Finanzstabilität gewährleisten'. Das ist die Reihenfolge, die in der abschließenden Erklärung der Gespräche zu lesen ist. Sie ist eindeutig von Barack Obama diktiert. Der US-Präsident stellt damit wissentlich die von den Finanzmärkten aufgestellte Maßnahmenliste auf den Kopf. Denn Haushaltskürzungen führen unweigerlich zur Rezession und Obama weiß, dass in der Rezession das Gewicht der Staatsschulden unausweichlich steigt, weil das Bruttoinlandsprodukt sinkt. ... Deshalb ringt Obama dem Gipfel eine weitere wichtige Entscheidung ab: Die Einrichtung einer speziellen Arbeitsgruppe USA-EU, um gemeinsame Strategien für Wachstum und Arbeit auszuarbeiten."

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