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The Economist - Großbritannien | Donnerstag, 1. Dezember 2011

EZB ist Totengräber des Euro

Sollte der Euro zusammenbrechen, ist die Europäische Zentralbank mit ihrer zweimaligen Anhebung des Leitzinses im April und im Juli dieses Jahres der wahre Totengräber der Eurozone, meint das wirtschaftsliberale Wochenmagazin The Economist: "Vielleicht wird die Einheitswährung überleben. Überlebt sie nicht, ist das mit Sicherheit katastrophal. Doch wenn es der EZB gelingt, die Euro-Zone mit einer lebensrettenden Geldinfusion durch massive Staatsanleihen-Ankäufe zu retten, so sollten wir doch nicht vergessen, dass auch sie es war, welche die Euro-Zone [mit ihrer zweimaligen Leitzins-Erhöhung] beinahe tötete. ... Allein die EZB reguliert die Nachfrage in der Euro-Zone. Durch ihr Bemühen die Inflation zu bekämpfen schrumpfte die Wirtschaft. Außerdem veränderten sich die Erwartungen der Märkte hinsichtlich der Zahlungsfähigkeit mehrerer Schwellenländer. Es ist gefährlich, in einem System mit fixer Tauschrate hohe Schulden mit sich herumzuschleppen. … Doch dass ein Opfer gefährlich lebte, entlastet nicht den Nachbarn, oder die Zentralbank, die das Messer in das Opfer rammten."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 1. Dezember 2011

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