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La Stampa - Italien | Donnerstag, 1. Dezember 2011

Italien braucht dringend Rentenreform

Italiens neuer Premier Mario Monti hat am Mittwoch nach dem Treffen der Finanzminister der Euro-Zone in Brüssel die Eckpunkte seines drastischen Sparprogramms verkündet, zu dem auch die umstrittene Rentenreform zählt. Doch die Reform ist nur sinnvoll, wenn junge Menschen eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt haben, meint die liberale Tageszeitung La Stampa: "Von der Reform ist seit 1996 die Rede. Immer wieder wurde das Problem auf kommende Legislaturperioden und künftige Generationen abgewälzt. Doch die Zeit des kurzfristigen Wahlkalküls ist vorbei. Um den Zusammensturz des Systems zu verhindern, muss zuerst das Missverhältnis zwischen Ausgaben und Einnahmen behoben werden. … Nur ein unehrlicher Buchhalter kann meinen, dass das Problem gelöst ist, wenn fehlende Ausgaben durch die Anhebung des Rentenalters ausgeglichen werden. Die so erzielten Einsparungen sind nur sinnvoll, wenn zugleich neuen Arbeitskräften, vor allem Jugendlichen, der Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglicht wird. Andernfalls verfehlen die Maßnahmen langfristig ihre Wirkung."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 1. Dezember 2011

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