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Delo - Slowenien | Montag, 5. Dezember 2011

Wahlsieg der Linken in Slowenien überrascht

Bei den vorgezogenen Parlamentswahlen in Slowenien am Sonntag ist die neu gegründete Partei Positives Slowenien überraschend stärkste Fraktion geworden. Die linksgerichtete Partei des Bürgermeisters von Ljubljana, Zoran Janković mit, erhielt 28,5 Prozent der Stimmen. Auf den zweiten Platz kam die konservative Partei SDS des Ex-Regierungschefs Janez Janša mit knapp 26 Prozent, obwohl er als Favorit galt. Den will das Volk aber nicht noch mal an der Spitze Sloweniens haben, analysiert die linksliberale Tageszeitung Delo: "Es sieht so aus, dass Janković gewonnen hat, weil er der Gegenpol zu Janša ist. Dasselbe geschah dem bisherigen Regierungschef und Sozialdemokraten Borut Pahor vor drei Jahren. Janša hätte diese Wahlen einfach gewinnen müssen. Alles hat dafür gesprochen - von der Krise über Pahors unglückliche Koalition bis hin zum Zusammenbruch der Finanzmärkte. Aber er hat trotzdem nicht gewonnen. Weil ihm die Mehrheit der Wähler seine Methoden und Praktiken aus den Zeiten seiner Regierung nicht verzeihen wird? Oder weil er in den vergangenen Tagen vorschnell in die Rolle des Siegers geschlüpft ist und das zu sehr gezeigt hat? Die rechten Parteien in Slowenien müssen sich früher oder später mit den Gründen für ihre ständigen Niederlagen beschäftigen."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 5. Dezember 2011

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