To Ethnos - Griechenland | Sonntag, 18. Dezember 2011
Krise treibt Griechen in den Selbstmord
Im ersten Halbjahr 2011 haben sich 40 Prozent mehr Griechen das Leben genommen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, laut griechischem Gesundheitsministerium. Das ist auch eine Folge der Schuldenkrise, meint der Schriftsteller Dimitris Papachristos in der linksliberalen Tageszeitung To Ethnos besorgt: "Jeder fragt sich, wohin uns diese Situation noch führen wird: das Martyrium der permanenten Verschiebung [der Lösung der Schuldenkrise] und drohende neue Sparmaßnahmen zu Lasten der Arbeitnehmer und Rentner. ... Die Angst vor der Arbeitslosigkeit wächst weiter. Mittlerweile sind schon eine Million Menschen ohne Arbeit. … Die Gesellschaft wird wilder und die Menschen verlieren den Bezug zueinander. ... Depressionen nehmen zu und die Zahl der Selbstmorde steigt. Überall breitet sich Nervosität aus, wächst die Spannung und es gibt immer mehr Familiendramen. … Die grimmigen und gestressten Menschen, die im Meer der Unsicherheit schwimmen, werden sich selbst gefährlich und bringen sich um beim Versuch sich zu retten."
» zum ganzen Artikel (externer Link, griechisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Politik, » Gesundheit, » Gesellschaft, » Griechenland
Alle verfügbaren Texte von » Dimitris Papachristos
Debatten verfolgen » Griechenland ächzt unter der Krise
» zur gesamten Presseschau vom Montag, 19. Dezember 2011