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Trud - Bulgarien | Sonntag, 18. Dezember 2011

Orthodoxe Kirche muss um Vergebung bitten

In Bulgarien sollen laut Gesetz die Stasi-Akten führender Geistlicher aller Religionsgemeinschaften offengelegt werden. Die Bulgarische Orthodoxe Kirche sei aber keine Religionsgemeinschaft, sondern ein Glaubensbekenntnis, erklärte die Synode am Sonntag, um einer Prüfung zu entgehen. Das ist der Orthodoxen Kirchen unwürdig, findet die Tageszeitung Trud: "Die Geistlichen hatten 20 Jahre Zeit, um die Gläubigen auf diesen Moment vorzubereiten, Buße zu tun und zu erklären, wie sie neben Gott auch der Polizei gedient haben: 'Um die Kirche zu retten und euch vor Verfolgung zu schützen, haben wir uns mit den Geheimdiensten eingelassen' oder so ähnlich. Aber nur Josif, der Metropolit von New York, hat Reue gezeigt wegen seiner Stasi-Verbindungen. Alle anderen gaben sich sauber und unbefleckt. Nach den jetzt zu erwartenden Enthüllungen muss sich die Kirche auf einen Gegenschlag der Gesellschaft gefasst machen. Der Klerus wird seinen bitteren Kelch leeren müssen und kann nur hoffen, dass die Gläubigen genug Kraft finden, ihm zu vergeben."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 20. Dezember 2011

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