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La Tribune - Frankreich | Montag, 19. Dezember 2011

IWF muss Italien aus der Krise helfen

Der italienische Premier Mario Monti hat am Freitag in der Abgeordnetenkammer sein milliardenschweres Sparprogramm durchgesetzt, woraufhin für Montag Demonstrationen und Streiks angekündigt wurden. Jetzt muss der IWF Italien schnell aus der Krise holen, meint der Professor für Wirtschaftswissenschaften Alain Trannoy in der Wirtschaftszeitung La Tribune: "Wenn man einen Brand mit seinem Feuerlöscher zuhause nicht in den Griff bekommen kann oder will, muss man die Feuerwehr holen. Da die Euro-Zone sich weigert, den Geldgeber im Notfall zu spielen, muss man sich an eine außereuropäische Institution wenden, nämlich an den IWF. Er allein hat potenziell die Ressourcen, Italien eine Pause von einem, zwei oder sogar drei Jahren zu verschaffen, in denen das Land seine Schulden nicht am Markt refinanzieren muss. Der IWF kann eine Kreditlinie von 600 Milliarden Euro zur Verfügung stellen, indem er eine Kapitalerhöhung bei seinen Mitgliedern durchführt. Allerdings muss man sich über die politischen Kosten für Europa im Klaren sein, denn die Schwellenländer fordern zum Ausgleich eine stärkere Beteiligung und Mitbestimmungsrecht."

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