Le Temps - Schweiz | Dienstag, 20. Dezember 2011
London zahlt erstmal nicht für Euro-Rettung
Die EU wollte die IWF-Mittel für verschuldete Euro-Länder um 200 Milliarden Euro aufstocken, doch Großbritannien gab am Montag bekannt, dass es seinen Anteil daran nicht zahlt. Der Konflikt mit den Briten ist aber kein ernstes Problem, meint die liberale Tageszeitung Le Temps: "Mit der Krise zwischen Frankreich und Großbritannien hat das Jahr kurz vor seinem Ende noch eine unerwartete Wendung genommen, aber in gewissem Sinne ist diese Krise banal. Alle zehn Jahre liefern sich die beiden Seemächte ein Psychodrama. ... In ein paar Monaten wird man eine Lösung finden, man wird Brücken bauen oder einen Rettungsring werfen und sich wieder versöhnen. Man wird einen Kompromiss ausarbeiten, mit dem beide Seiten das Gesicht wahren und die Zusammenarbeit wieder aufnehmen können. Niemand will Großbritannien - ein Land, das für Liberalismus und Gleichgewicht sorgt - wirklich in die Wüste schicken. ... Und der britische Premier wird den Mut aufbringen, den härtesten Euroskeptikern die Stirn zu bieten."
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