Corriere della Sera - Italien | Dienstag, 3. Januar 2012
Euro-Bonds als Geburtstagsgeschenk
Vor zehn Jahren, am 1. Januar 2002, wurde der Euro eingeführt. Die Schuldenkrise überschattet das Jubiläum, das dennoch gefeiert werden sollte und zwar mit mehr europäischer Integration und der Einführung von Euro-Anleihen, findet die liberal-konservative Tageszeitung Corriere della Sera: "Die Vorteile, die die Länder der Europäischen Währungsunion (EWU) durch den Euro gehabt haben, überwiegen bei Weitem die Nachteile. Der Euro ist außerhalb der EWU zu einer der wichtigsten Währungen in den Reserven der Notenbanken und auf den Finanzmärkten herangewachsen. … Doch innerhalb der Gemeinschaft gilt es jetzt, den Europäischen Stabilitätsmechanismus zu stärken, um die extrem hohen Zinsen auf Staatsanleihen von Schuldenländern zu senken. Neben anderen Maßnahmen ist dafür die Einführung von Euro-Bonds notwendig. Europa muss begreifen dass der Prozess der Integration nicht abreißen darf. … Finanzstabilität und Wachstumsförderung müssen Hand in Hand gehen. Das ist die europäische Antwort auf die Krise und hoffentlich auch die der kommenden EU-Gipfel."
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