Standart - Bulgarien | Mittwoch, 18. Januar 2012
Enttarnung von Stasi-Bischöfen heilsam
Elf von fünfzehn Bischöfen der Bulgarischen Orthodoxen Kirche waren Spitzel des kommunistischen Staatssicherheitsdienstes, hat eine Überprüfung der staatlichen Kommission für die Offenlegung der Stasi-Akten am Dienstag ergeben. Die Tageszeitung Standart ist froh, dass nun endlich Klarheit herrscht: "Was haben die Bischöfe nicht alles versucht, um zu verhindern, dass die besagten Akten ans Licht kommen! ... Doch wie schon in der Bibel steht: 'Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird.' ... Wie die Bischöfe nun damit umgehen werden, hängt von jedem selbst ab und ist eine Gewissensfrage, zumal das Gesetz keine Lustration vorsieht. Jetzt sind aber keine Ausreden gefragt, sondern Reue. Denn Gott liebt den Sünder, der Buße tut, mehr als den Gerechten. In diesem Sinne könnte sich die Offenlegung der Stasi-Akten sogar als heilsam erweisen für die Kirche."
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Alle verfügbaren Texte von » Konstantin Sabtschew
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