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ABC - Spanien | Freitag, 20. Januar 2012

Garzón ist Opfer seiner Geltungssucht

Der spanische Ermittlungsrichter Baltasar Garzón steht seit Dienstag wegen mutmaßlicher Rechtsbeugung vor Gericht. Während andere Medien von einem politisch motivierten Prozess sprechen, meint die konservative Tageszeitung ABC, dass sich der Richter die Anklage durch übertriebenen Ehrgeiz eingehandelt hat: "Garzón ist nicht etwa das Opfer einer politischen Verschwörung sondern seiner Voreiligkeit, seines Ehrgeizes und seiner Tendenz 'to cut corners', wie die Angelsachsen sagen, also Abkürzungen zu nehmen, um das erwünschte Ziel zu erreichen, ohne sich zu sehr um die Regeln zu scheren. Ob dies bestraft werden muss, wird die zweite Kammer des Obersten Gerichtshofs entscheiden, nicht etwa wir Journalisten oder die Demonstranten. Nicht einmal die übrigen Juristen, die sich nun dafür oder dagegen aussprechen. Dies gilt natürlich nur dann, wenn wir wirklich in einem Rechtsstaat leben. Daran kann man manchmal zweifeln, auch wenn man solche Gedanken schnell wieder verdrängt, damit einem nicht schlecht wird."

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