Naftemporiki - Griechenland | Mittwoch, 25. Januar 2012
Die staatszersetzende Statistik der Griechen
Griechenland soll unter Ex-Premier Giorgos Papandreou seine Defizit-Zahlen für 2009 gefälscht und so den Gang unter den Rettungsschirm erzwungen haben. Der oberste Finanzstaatsanwalt Grigoris Peponis hat nun eine Klage gegen Ex-Regierungschef Papandreou und Ex-Finanzminister Giorgos Papakonstantinou ans Parlament weitergeleitet. Die konservative Wirtschaftszeitung Naftemporiki bedauert die Fälschungen und die Folgen für die Glaubwürdigkeit des Landes: "Das Wort Statistik kommt von dem lateinischen 'status', was sich auf den Staat bezieht. Als diese Wissenschaft erfunden wurde, ging es um die Datenerhebung für die Bedürfnisse des Staats. Diese Wissenschaft hat also Daten registriert wie etwa die Fläche, die Bevölkerung, die Produktivität und andere relevante Daten, welche die Regierenden unbedingt kennen mussten. … Den griechischen Politikern ist es gelungen, mathematische Grundlagen zu verwerfen und das Land völlig in Verruf zu bringen. Die Theorie besagt übrigens: Kein Staat kann existieren ohne richtige und zuverlässige Daten, auf deren Grundlage man eine Prognose entwickeln und rationale Entscheidungen treffen kann. Aber das wissen wir leider schon längst."
» zum ganzen Artikel (externer Link, griechisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Politik, » Innenpolitik, » Finanzpolitik, » Griechenland, » Europa, » Global
Alle verfügbaren Texte von » Nikos Frantzis
Debatten verfolgen » Griechenland ächzt unter der Krise
» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 25. Januar 2012