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Blog Coulisses de Bruxelles - Frankreich | Montag, 30. Januar 2012

Kampf um Athens Schulden ist grotesk

Die Verhandlungen um einen teilweisen Schuldenerlass für Griechenland konnten nicht wie vorhergesehen abgeschlossen werden. Vor allem mit der Politik gibt es noch ein Problem, analysiert Jean Quatremer auf seinem Blog Coulisses de Bruxelles: "Eine Frage ist noch offen: Müssen öffentliche Gläubiger auch auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten? Denn selbst wenn die privaten Gläubiger - also Banken, Versicherungen, Hedgefonds etc. - einen Verlust von über 50 Prozent akzeptierten, würde die griechische Schuldenlast nur um 28,5 Prozent sinken. ... Über ein weiteres Problem wird erst gar nicht gesprochen: Die letzten im Mai 2010 bilateral vergebenen Hilfsgelder in Höhe von 80 Milliarden Euro (plus 30 Milliarden vom IWF) sind an einen Zinssatz gebunden, mit dem Griechenland bestraft werden soll. ... Mit anderen Worten: So werden das griechische Defizit und die Schulden automatisch vergrößert. Welch eine Ironie!"

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