Top-Thema vom Donnerstag, 28. Januar 2010
Apples Ideen beeinflussen Informationskultur
Apple-Chef Steve Jobs hat am Mittwoch in San Francisco den neuen Kleincomputer iPad vorgestellt. Der Zwitter aus Laptop und iPhone könnte den Konsum kultureller Güter stark verändern, meint die Presse.
La Vanguardia - Spanien
Apples neues Produkt iPad könnte die kulturellen Gewohnheiten der Menschen verändern, meint die Tageszeitung La Vanguardia: "Die wirtschaftliche Facette der Operation ist wichtig. Das Unternehmen Apple, das bereits 250 Millionen iPods verkauft hat, vertraut darauf, mit dem iPad einen weiteren lohnenden Pfad zu beschreiten. Aber man sollte vor allem die gesellschaftliche Facette beachten; die Art und Weise, wie das iPad unsere kulturellen Gewohnheiten verändert und auf die Beziehung zwischen Autoren, Herausgebern, Vertreibern und Konsumenten von Inhalten einwirkt. Diese Transformation zu steuern wird nicht einfach sein. Wenn es jedoch gelingt, könnte Apple ein neues Paradigma im Bereich der Kommunikation und der Kultur aufstellen." (28.01.2010)
» weiterführende Informationen (externer Link, spanisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Alltagskultur, » Onlinemedien, » Unternehmen, » Verbraucher, » USA, » Global
Hospodářské noviny - Tschechien
Apple überschreitet mit dem iPad erneut eine Grenze, jubelt die Wirtschaftszeitung Hospodářské Noviny: "Ein Gerät, nur gut einen Zentimeter dünn und 700 Gramm schwer, hat in den Medien der Welt das gleiche Gewicht wie die Verhandlungen in Davos, die Katastrophe von Haiti oder der Krieg in Afghanistan. Weshalb warteten gestern alle auf den Meister der Präsentation, Steve Jobs, bis er die Neuentwicklung mit dem Apfel-Logo zeigte? Weil dieser Apfel schon bewiesen hat, dass er die Welt verändern kann. Der iPod veränderte die Welt des Musikhörens, das iPhone veränderte die Welt des Telefonierens und das iPad kann jetzt schnell die Art und Weise verändern, wie wir Bücher und Zeitungen lesen und Fotos betrachten. Wenn Apple mit derlei kommt, ist das ernst zu nehmen. Im Verkauf von Einfällen sind sie die besten auf der Welt. Es sieht ganz danach aus, als ob diese Welt erneut verzückt wird und Gutenberg auf dem letzten Loch pfeift." (28.01.2010)
» zum ganzen Artikel (externer Link, tschechisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Literatur, » Onlinemedien, » Unternehmen, » USA, » Global
Alle verfügbaren Texte von » Petr Šimůnek
Kurier - Österreich
Der Apple-Chef Steve Jobs hat mit der Vorstellung seines neuen Produkts iPad wieder einmal großartig auf der Marketing-Klaviatur gespielt, schreibt die Tageszeitung der Kurier: "Früher stand 'App' einfach für application (Anwendung). Seit Millionen iPhone-Benutzer ohne ihre 'Apps' nicht mehr Eier kochen, Einkaufszettel schreiben, Musikinstrumente stimmen, schwanger sein, positiv denken, Schafe zählen, Kaffee zubereiten, Bilder gerade aufhängen, ihre Gefühlschwankungen [sic] vorhersagen, nach Hause finden ... können oder wollen, sieht es aus, als sei 'App' das geniale Kürzel für 'Apple'. Andere machen weltweit Werbung, 'Apple' macht Milliardengewinne - kreiert neue Must-have-Produkte und schickt diese auf die Reise zu hungrigen Trendsettern. So auch das neue iPad, dem man (ganz ohne Wahrsager-App) eine große Zukunft prophezeien kann. Denn geschickt getarnte Verwirrspiele im Netz machen 'Apple'-Produkte unentbehrlich, ehe man sie kennt: Wer die Welt der mobilen Kommunikation revolutioniert hat, kann auf ihr Klavier spielen." (27.01.2010)
» zum ganzen Artikel (externer Link, deutsch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Onlinemedien, » Unternehmen, » Global
Alle verfügbaren Texte von » Birgit Braunrath
The Times - Großbritannien
Durch die neue Technik des iPad müssen die Menschen lernen, noch stärker aus der überall verfügbaren Informationsflut des Internets auszuwählen, schreibt die Tageszeitung The Times: "Das neue Apple iPad ist lediglich der jüngste Schritt in Richtung einer Verschmelzung von menschlichem Gehirn und Computer. ... Das Web sinnvoll zu nutzen, verlangt eine neue Art von Bildung, nämlich die Fähigkeit, in dem Überfluss an Informationen das Nützliche vom Unnützen zu trennen. ... Vor ein paar hundert Jahren war Bildung rar und extrem kostbar. Heute ist jeder, der einen Internetzugang und einen Computer besitzt, ein Herausgeber. Noch vor einer Generation musste man sich Wissen aktiv aneignen; heute werden wir mit Informationen bombardiert, viele davon schlecht, verzerrt oder schlicht bedeutungslos." (28.01.2010)
» zum ganzen Artikel (externer Link, englisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Onlinemedien, » Soziale Bewegungen, » Europa, » USA
Alle verfügbaren Texte von » Ben Macintyre
» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 28. Januar 2010