Kroatische Medien diskutieren zur Zeit das Verhalten mehrerer Richter, die Freundschaften zu mutmaßlich korrupten Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft pflegen. Die Richter des künftigen EU-Mitgliedstaats sollten Distanz zu denen aufbauen, über die sie urteilen, mahnt die linksliberale Tageszeitung Jutarnji List: "Es ist kein Wunder, dass Kroatien in der Welt als korruptes Landes gilt. Diese unehrenhafte Reputation, aber auch die tatsächlichen Gründe dafür, werden wir nicht los, solange Vertreter der Justiz öffentlich mit Angehörigen des Milieus verkehren, deren Vergehen sie untersuchen, prozessieren und sanktionieren müssen. Einige Richter entsenden durch ihr Benehmen der Öffentlichkeit die Botschaft, dass ihre Freunde am Rande des Gesetzes gesellschaftlich durchaus akzeptable Leute sind. ... Solche Richter funktionieren nicht als Instrumente von Gesetz und Rechtsstaat, sondern fördern die Lage im Land, aufgrund derer Kroatien den Ruf 'Königreich der Korruption' genießt." (14.06.2013)
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