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Kultur

KULTUR

Gazeta Wyborcza - Polen | 28.10.2014

Im Museum polnischer Juden triumphiert das Leben

Die Präsidenten Polens und Israels eröffnen am heutigen Dienstag in Warschau das Museum für die Geschichte der polnischen Juden. Der verstorbene polnische Star-Architekt und Ideengeber für das Museum, Bohdan Lachert, wäre mit Sicherheit zufrieden gewesen, freut sich die liberale Tageszeitung Gazeta Wyborcza: "Das Museum befindet sich genau dort, wo es der Architekt ursprünglich geplant hat. Der einzige Unterschied ist der, dass es sich in einem modernen und schönen Gebäude befindet. ... Seine Idee ist endlich Wirklichkeit geworden, wenn auch mit einer Verspätung von 60 Jahren. Indem Lachert es in Muranów [der von ihm entworfenen Siedlung am Ort des Warschauer Ghettos] vorgesehen hatte, wollte er dem Museum eine doppelte Bedeutung geben: Einerseits sollte es die kommenden Generationen an die Tragödie erinnern. Anderseits sollte es aber beweisen, dass das Leben letztlich doch gegen den Tod obsiegt." (28.10.2014)

Le Soir - Belgien | 23.10.2014

Kultur-Kürzungen fördern Spaltung Belgiens

Die neue belgische Mitte-rechts-Regierung hat drastische Kürzungen bei den föderalen Kultur- und Wissenschaftsinstitutionen angekündigt. Das ist ein Anschlag auf die kulturelle Zusammenarbeit zwischen Flamen und Wallonen, empört sich die liberale Tageszeitung Le Soir: "Es scheint, als hätte die Regierung beschlossen, dass die föderale Kultur überflüssig ist und auf ein Nichts reduziert werden sollte. Zahlreiche Opfer dieser Kürzungen sehen in dem Massaker die Unterschrift der [flämisch-nationalistischen] N-VA: Die föderale Kultur ihrer Substanz zu berauben, bedeutet, die 'belgischen' Projekte zu streichen, die die beiden Sprachgemeinschaften nicht zusammen verwalten, sondern gemeinsam tragen. ... Die Budget-Zwänge rechtfertigen zahlreiche Kürzungen an diversen Stellen. Doch es fällt auf, dass die Abstriche jene Elemente dezimieren, die die Sprachgemeinschaften verbinden. Es scheint, als würden die kulturellen Einsparungen der konföderalen Linie folgen, die hier heimlich und ganz unauffällig umgesetzt wird." (23.10.2014)

Politiken - Dänemark | 06.10.2014

Neue Impulse für den dänischen Film

Vor dem Hintergrund der Digitalisierung beginnen in Dänemark am Freitag die Verhandlungen über ein neues Abkommen über die dänische Filmförderung. Erwogen wird dabei unter anderem auch, dass US-Medienunternehmen wie etwa Google und Netflix für den dänischen Markt produzieren sollten. Die sozialliberale Tageszeitung Politiken würde sich über Produktionen abseits des Mainstreams freuen: "Als Filmliebhaber wünscht man sich ein Abkommen, in dem auch die Fernsehindustrie Verantwortung für die Entwicklung der Filme übernimmt, so dass Filme zunächst für die Kinos reserviert werden. Das wäre eine Maßnahme gegen die Schließung von Kinos. Alle Seiten sind hier zu Kompromissen verpflichtet. Das betrifft die Regisseure und Produzenten genauso wie die Kinos und die Fernsehindustrie. Alle müssen eine Rolle spielen, damit der dänische Film mehr ist als nur Krimis und Volkskomödien." (06.10.2014)


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