Navigation

 

Kultur

KULTUR

Wprost Online - Polen | 03.02.2012

Nobelpreisträgerin förderte Liebe zur Poesie

Die polnische Dichterin und Nobelpreisträgerin Wisława Szymborska ist am Mittwoch im Alter von 88 Jahren gestorben. Das konservative Nachrichtenportal Wprost Online huldigt ihr als eine große, aber dennoch unbekannte Künstlerin: "Sie ist geboren, hat Verse geschrieben und ist dann gestorben. Szymborska schrieb für uns zwar Poesie, doch ihr Privatleben behielt sie ausschließlich für sich. ... Sie hat so geschrieben, dass sogar diejenigen, die keine Gedichte mögen, problemlos deren Bedeutung verstehen konnten. Dabei hat sie selbst einmal gesagt, dass es unter tausend Menschen vielleicht nur zwei gibt, die die Poesie tatsächlich mögen. Sie hat nie mit einem oberlehrerhaften Ton geschrieben oder mit irgendeiner Form geschockt, sondern die Welt mit den nach Möglichkeit einfachsten Worten beschrieben." (03.02.2012)

To Vima Online - Griechenland | 26.01.2012

Filmgenie weist Griechen Weg zu sich selbst

Der griechische Filmregisseur Theodoros Angelopoulos wird am heutigen Freitag in Athen beerdigt, nachdem er am Dienstag bei Dreharbeiten tödlich verunglückt war. Der Filmkritiker Dimitris Danikas überschüttet Angelopoulos in der linksliberalen To Vima Online mit Lob: "Er war der einzige Grieche, der die Goldene Palme bekam. Der einzige Grieche, der einen Felix für den besten europäischen Film erhielt. Der einzige Grieche, dessen Filme in Büchern und Studien analysiert wurden. Und der einzige, dessen Film Die Wanderschauspieler in Japan unter die hundert besten Filme gelangte. ... Seine persönliche Sichtweise unterschied ihn von hunderten guten Kollegen. ... Er war selbstbewusst, kompetent und seiner eigenen Welt hingegeben. Für uns alle ist das die große Lehre: Um unsere eigene Persönlichkeit zu entdecken, müssen wir der Angepasstheit, der Mittelmäßigkeit und unserem unbedeutenden Mikrokosmos entkommen!” (26.01.2012)

Gazeta Wyborcza - Polen | 26.01.2012

Polanski-Film kein Smolensk-Drama

Der neue Film von Roman Polanski, das tragikomische Kammerspiel Der Gott des Gemetzels, ist vergangene Woche in den polnischen Kinos angelaufen. Der Publizist Marcin Kuberka hat in einer Rezension die Protagonisten - zwei sich streitende Ehepaare - mit jenen Polen verglichen, die den offiziellen Bericht zur Katastrophe von Smolensk bezweifeln. Die liberale Tageszeitung Gazeta Wyborcza hält das für völligen Unsinn: "Am Ende dieser Rezension stellt der Autor, der als Drehbuchautor und Filmkenner vorgestellt wird, die Grundsatzfrage: 'Was sagt uns dieser Film? Er sagt uns, dass es keine Möglichkeit der Versöhnung ohne die Wahrheit gibt - der prorussischen Propaganda zum Trotz, die nach dem 10. April von den polnischen und russischen Medien verbreitet wurde.' Nur ein naiver Zuschauer glaubt, dass er hier die bittere Auseinandersetzung zwischen zwei Ehepaaren sieht. Der Filmverleih sollte Marcin Kuberka Blumen schicken. Nach dessen Rezension sollten die Wähler der [nationalkonservativen Partei] PiS verpflichtet werden, sich diesen Film anzuschauen." (26.01.2012)

Polityka Online - Polen | 25.01.2012

Oscar-Nominierung belohnt polnisches Kino

Die polnische Regisseurin Agnieszka Holland hat am Dienstag für ihren Film In Darkness eine Nominierung für den Oscar erhalten. Das linksliberale Nachrichtenportal Polityka Online ist voll des Lobes: "Das ist erfreulich und bestätigt, dass sich das polnische Kino immer weiter verbessert. Nach Bittere Ernte und Europa, Europa ist dies schon die dritte Nominierung, die Holland für einen Film über den Holocaust bekommt. Doch hat sie wohl erst jetzt ihren künstlerischen Höhepunkt erreicht und den richtigen Ton getroffen, indem sie die tragische Geschichte der Vernichtung der Juden auf eine breitere Grundlage als bisher gestellt hat. Die Kriegsverbrechen haben unterschiedliche Menschen begangen, die dabei von unterschiedlichen Motiven geleitet worden sind. Natürlich verdient nicht nur die Regisseurin anerkennende Worte. Bei In Darkness haben viele hervorragende kreative Polen mitgewirkt. Zuallererst muss man Jola Dylewska nennen - die Kamerafrau und Schöpferin der hervorragender Bilder." (25.01.2012)

Kainuun Sanomat - Finnland | 12.01.2012

Guggenheim-Museum gut für Finnlands Image

Die Stadtverwaltung von Helsinki plant den Bau eines Guggenheim-Museums. Als geeigneten Standort hat die Guggenheim-Stiftung am Dienstag in einer von der Stadt in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie das Hafenviertel vorgeschlagen. Bei der Debatte um das Prestigeprojekt muss vor allem seine Bedeutung für das Ansehen Finnlands im Vordergrund stehen, fordert die liberale Tageszeitung Kainuun Sanomat: "Bilbao in Spanien ist ein gutes Beispiel dafür, wie ein Guggenheim-Museum das Image einer Stadt formen kann. Man würde diese Stadt, die kleiner ist als Helsinki, ohne das Museum kaum kennen. Das architektonisch originelle Gebäude ist eine faszinierende Sehenswürdigkeit. … Hoffentlich versammeln sich hinter dem neuen Projekt genug Leute, die nicht nur die finanziellen Vorteile sehen. Eine entscheidende Rolle nimmt die Stadt Helsinki ein. Es ist nicht allein ein lokales Projekt. Das Image Helsinkis ist ein wesentlicher Teil des Finnlandbilds und seine Stärkung eine nationale Aufgabe. Der Einsatz staatlicher Mittel für das Projekt ist wichtig, auch wenn der in den nächsten Jahren - zumindest in größerem Umfang - nicht möglich ist." (12.01.2012)


Weitere Inhalte