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Kultur

KULTUR

Evenimentul Zilei - Rumänien | 25.05.2012

Rumänien macht guten Eindruck auf Turiner Buchmesse

Auf der Internationalen Buchmesse im italienischen Turin Mitte Mai gehörte Rumänien zu den Gastländern und hat sich hervorragend präsentiert, meint der rumänische Schriftsteller Mircea Cărtărescu in der Tageszeitung Evenimentul Zilei: "Durch die Vermittlung des rumänischen Kulturinstitutes ICR wurden zuletzt mehr als 300 Bücher von zeitgenössischen Schriftstellern in alle Sprachen übersetzt. Das ist durchschnittlich ein Buch pro Woche. Vor sechs Jahren konnten wir die Übersetzungen rumänischer Schriftsteller noch an einer Hand abzählen. Solche Dinge müssen mal gesagt werden. ... Unser Bücherstand war diesmal so imposant, so sichtbar, er dominierte die Messe. Was für ein Unterschied: Wie hatten wir uns all die vergangenen Jahre geschämt, als sich unser Bücherstand in der hintersten Ecke der Messe befand. ... Rumänien hat in Turin den Eindruck hinterlassen, dass es ein Land ist, das weiß, welche Rolle die Kultur für seinen Ruf spielt, und es ist mit dem Allerbesten angereist. In einem Land, das von rumänischen Einwanderern überlaufen ist und gemischte Gefühle darüber hat, war es sehr wichtig, dass wir ein anderes Gesicht gezeigt haben." (25.05.2012)

Turun Sanomat - Finnland | 18.05.2012

Turku 2011 für Kreativwirtschaft nutzen

Das Jahr als Europas Kulturhauptstadt 2011 hat sich für die finnische Stadt Turku auch finanziell gelohnt, so eine aktuelle Studie der Wirtschaftshochschule Turku. Nun gilt es, die Erfahrungen des letzten Jahres auch für die Zukunft zu nutzen, fordert die liberale Tageszeitung Turun Sanomat: "Turku darf sich jetzt nicht länger im Erfolg sonnen, sondern muss die Ärmel wieder hochkrempeln. Das Kulturhauptstadtjahr bietet insbesondere für die Kreativwirtschaft eine gute Basis. Das für die Kultur positive Klima, die Aktivität der Bürger, die Erfahrungen und Netzwerke müssen genutzt werden. … Die Kreativwirtschaft könnte ein neues Standbein für Turku sein. Insbesondere jetzt, wo die Entwicklung der klassischen Erfolgsbranchen Biotechnologie und IT zu wünschen übrig lässt." (18.05.2012)

taz - Deutschland | 04.05.2012

"Der Schrei" zeigt den Wahn des Markts

Eine Version des Gemäldes Der Schrei des norwegischen Malers Edvard Munch ist am Mittwoch bei einer Auktion in New York für knapp 120 Millionen Dollar (rund 90 Millionen Euro) versteigert worden. Doch die schwindelerregend hohe Summe ist kein Ausdruck der Wertschätzung von Kunst, wirft die linke Tageszeitung taz ein: "Nein, die Aufmerksamkeit gilt dem Geld. Hohe Preise in der Kunst haben ein hohes Erregungspotenzial, weil der Wert der Kunst immer schon Behauptung war und ist. Dass der Käufer anonym bleibt, steigert die Verdachtsmomente. ... Das Unmessbare des Wertes der Kunst ist etwas Unheimliches, dem der Markt mit Preisindexen und Charts zu begegnen versucht. ... Aber es ist auch gerade diese behauptete Ratio des Marktes, der die Rekordpreise eine lange Nase drehen. In ihnen scheint plötzlich etwas Irrationales und Wahnsinniges auf, eines der Gespenster des Kapitals. Das macht den Kunstmarkt zu einer Bühne der Stellvertreter: Denn das Spektakel einer Auktion, wenn ein Bild versteigert wird, ist eben viel anschaulicher als andere Transaktionen des Finanzmarktes, die ebenso auf fiktiven Werten beruhen." (04.05.2012)

Iltalehti - Finnland | 03.05.2012

Helsinki sperrt sich gegen Guggenheim-Museum

Die Stadt Helsinki wird kein Guggenheim-Museum bauen. Das hat die Stadtverwaltung am Mittwoch mit knapper Mehrheit entschieden. Die liberale Boulevardzeitung Iltalehti hofft, dass das nun nicht das Ende jeglicher Kulturförderung bedeutet: "Wird das Kind, also die Förderung der Kunst, nun mit dem Bade ausgeschüttet? Hoffentlich kommt jetzt, nachdem Guggenheim abgelehnt wurde, nicht die Bereitschaft abhanden, sich um die für Kultur vorgesehenen städtischen Finanzmittel zu kümmern. Waren die höflichen Finanzversprechen von jenen, die das Projekt vorangetrieben haben, also von den Konservativen, der Schwedischen Volkspartei und privaten Mäzenen, nur an die US-amerikanische Marke geknüpft? Es wäre traurig, wenn die Fraktionen Guggenheim für Machtspiele und Vergeltung instumentalisiert hätten. Nach diesem Kampf dürften auch andere Ideen für die Entwicklung der Museenlandschaft in der Hauptstadtregion vermutlich nicht sofort Begeisterung entfachen." (03.05.2012)


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