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Kultur

KULTUR

Fakt - Polen | 15.12.2014

Europäischer Filmpreis-Sieger verdient Oscar

Der polnische Schwarz-Weiß-Film "Ida" von Paweł Pawlikowski ist beim Europäischen Filmpreis in Riga am Samstag in fünf Kategorien ausgezeichnet worden, darunter als bester Spielfilm. Im Zentrum steht ein Waisenmädchen, das kurz vor seinem Eintritt ins Kloster von seiner jüdischen Herkunft erfährt. Ein Oscar-Kandidat, lobt der Filmjournalist Tim Gray in einem Gastbeitrag für die konservative Boulevardzeitung Fakt: "Denn dieser Film ist einfach hervorragend gedreht und die Leistungen der Schauerspieler sind exzellent. Darüber hinaus ist das Thema wichtig und die Mitglieder der US-Filmakademie neigen dazu, gerade solch ernsthafte Filme auszuzeichnen. Hinzu kommt, dass die Filmindustrie nach wie vor von solchen Themen fasziniert ist, die sich mit dem Zweiten Weltkrieg oder dem Holocaust auseinander setzen. Natürlich ist es kein Film, der in den USA großen Erfolg haben dürfte, denn er wird dort nur in wenigen Kinos und im Internet zu sehen sein. Aber die Jury stimmt auch nicht für den populärsten Streifen, sondern für das beste Kunstwerk." (15.12.2014)

Libération - Frankreich | 04.12.2014

Filmstars die Gagen kürzen

Die französische Filmförderungsbehörde CNC hat am Mittwoch eine Begrenzung der Gehälter bei allen öffentlich subventionierten Kino-Produktionen beschlossen. Die Reaktion auf die Kritik an den hohen Star-Gagen hat lange auf sich warten lassen, kritisiert die linksliberale Tageszeitung Libération: "Die öffentlichen Gelder sollten das künstlerische Schaffen finanzieren und nicht den Ausgabenwahn des Star-Systems. In einer Welt zunehmender Ungleichheiten ist jede Maßnahme zur Begrenzung von Missbrauch willkommen. Wird die Entscheidung des CNC wirksam sein? Verschwenderische Filme mit exorbitanten Gagen, die ausschließlich privat finanziert werden, bleiben vorerst verschont. Zudem hat sie lange auf sich warten lassen. ... Der Branche wird zwar langsam klar, dass sie sich reformieren sollte. Aber wie in einem schlechten Film macht sie das in Zeitlupe." (04.12.2014)

Tages-Anzeiger - Schweiz | 25.11.2014

Vorbildlicher Umgang mit Nazi-Raubkunst

Das Berner Kunstmuseum hat das Erbe des Münchener Kunstsammlers Cornelius Gurlitt angenommen. Die Lösung, die das Museum zusammen mit deutschen Behörden gefunden hat, ist vorbildlich für den Umgang mit Nazi-Raubkunst und zeigt, dass Deutschland und die Schweiz in der Lage sind, konstruktiv zusammen zu arbeiten, lobt der Tages-Anzeiger:  "[Es ist] vorbildlich, dass Deutschland und die Schweiz wieder einmal gemeinsam eine rasche und ­unkomplizierte Lösung ge­funden haben. Das war in der ­Vergangenheit, etwa beim ­Steuerstreit, nicht immer so. Bei anderen offenen Fragen, etwa dem Anflugregime auf den Flughafen Zürich, ist man von einer Einigung weit entfernt. Im Fall Gurlitt half, dass keine wirtschaftlichen Interessen im Vordergrund standen, die Bewältigung der Geschichte ist ebenso wichtig." (25.11.2014)


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