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Adevărul - Rumänien | 17.04.2014

Schlechter Geschmack entstellt Rumäniens Städte

In mehreren rumänischen Städten sind in den vergangenen Wochen kitschige Riesenosterhasen errichtet worden. Einige Kommunalbeamte verteilen dabei wohl lukrative Aufträge unter ihren Freunden, vermutet die liberal-konservative Tageszeitung Adevarul, andere haben wohl einfach keinen Geschmack: "Ja, es gibt Korruption und Interessen, doch auch Ignoranz spielt eine Rolle. Wo ungebildete Stadtherren mit schlechtem Geschmack walten, machen Kommunen eine Verwandlung nach deren Gusto durch. Es fehlt ihnen am gesunden Menschenverstand, um auch mal eine Expertenmeinung einzuholen, denn sie sind ja vom Volk gewählt und daher allwissend. Und wenn ihnen in einer westlichen Stadt etwas gefallen hat, wollen sie es zuhause gleich 'umsetzen'. ... Das Problem ist, dass man ihnen das durchgehen lässt. Die Bürger haben nichts zu melden - und wenn doch, hört ihnen niemand zu." (17.04.2014)

Irish Independent - Irland | 07.04.2014

Süßes von Oma und Opa macht Kinder dick

Die staatliche irische Behörde für gesunde Ernährung startet eine Werbekampagne, die Großeltern dazu bringen soll, ihren Enkelkindern weniger Süßigkeiten zu geben. Das könnte sich im Kampf gegen das wachsende Problem der Fettleibigkeit von Kindern als sehr hilfreich erweisen, lobt die konservative Tageszeitung Irish Independent: "Großeltern lieben es natürlich, ihre Enkelkinder zu verwöhnen. Sie wuchsen in einer Zeit auf, als Leckereien eine Seltenheit waren. Es ist eines der größten Vergnügen im Leben, einem Kind Süßigkeiten, Eiscreme oder eine Limonade zu kaufen und dann zu sehen, wie es sich daran erfreut. ... Es ist nicht übertrieben zu behaupten, dass Großeltern hier eine zentrale Rolle spielen. Sie können viel mehr tun, um ihre Kinder zu mehr Aktivität und gesünderer Ernährung zu motivieren. Sie können ihre Enkelkinder ja auch weiterhin verwöhnen - nur ein bisschen weniger und vernünftiger." (07.04.2014)

Club Z - Bulgarien | 03.04.2014

In Bulgarien hat die Mafia einen Staat

Die japanische Mafia-Organisation Yakuza hat eine Internetpräsenz aufgebaut. Doch die Japaner hinken den Bulgaren um Jahrzehnte hinterher, scherzt das Nachrichtenportal Club Z: "Unsere Mafia hat nicht nur Webseiten, sondern auch Zeitungen und sogar ganze Fernsehsender. Wir könnten die meisten beim Namen nennen, aber was soll's? Sie verstecken sich ja nicht. Auch die Machthabenden kennen sie längst und nutzen sie sogar mit großer Freude. Wenn wir zynisch wären, könnten wir zwei Webseiten nennen, wo die meisten Dokumente und Akten der bulgarischen Mafia der vergangenen 25 Jahre frei abrufbar sind: www.parliament.bg und www.government.bg. Da wir keine Zyniker sind, lassen wir das lieber sein. Wir wollen hier keine Andeutungen machen. Nein, nein. Da aber ständig behauptet wird, dass jeder Staat eine Mafia hat und nur in Bulgarien die Mafia einen Staat hat, schlagen wir folgendes vor: Bulgarien sollte schleunigst die Domain www.mafia.bg registrieren und für seine Zwecke nutzen. Wir haben nachgeschaut. Sie ist noch frei." (03.04.2014)

Novinar - Bulgarien | 27.03.2014

Nerds können Bulgariens Dörfer wiederbeleben

Bulgarische IT-Spezialisten suchen zurzeit Gleichgesinnte auf Facebook, um gemeinsam verlassene Dörfer in Bulgarien aufkaufen. Dort wollen sie in der Natur leben und arbeiten. Die Tageszeitung Novinar ist begeistert: "Wenn man bedenkt, dass in Bulgarien nur noch weniger als zwei Millionen Menschen auf dem Dorf leben, über 170 Dörfer bereits leer stehen und tausende nur noch 10 bis 50 Einwohner zählen, wäre diese Initiative von beiderseitigem Nutzen. Der Zuzug von IT-Spezialisten in die idyllischen, aber menschenleeren Dörfer würde nicht nur zusätzliche, IT-fremde Arbeitsplätze schaffen, sondern auch den Programmierern selbst gut tun. Anstatt den ganzen Tag vor dem Computer zu sitzen, können sie die frische Luft genießen und sich von gesundem Bio-Anbau ernähren. … Mit ein bisschen Glück wäre das wenigstens für ein paar bulgarische Dörfer die Chance, wieder aufzublühen und nicht nur eine traurige Erinnerung zu bleiben." (27.03.2014)

Newsweek Polska - Polen | 28.03.2014

Materieller Wohlstand macht Polen Beine

Beim Warschauer Halbmarathon werden am Sonntag 10.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet - ein Rekord. Der Halbmarathon ist der achtgrößte in Europa. Auch ein Zeichen, wie sehr Polen schon zur alten EU aufgeschlossen hat, jubelt das Nachrichtenmagazin Newsweek Polska: "Als der Lauf 2006 begann, war er nur eine kleine provinzielle Veranstaltung mit 1.000 Leuten. Polen war damals noch ein Sport- und Fitness-Entwicklungsland. Man hat zwar nicht gleich mit dem Finger auf die Läufer gezeigt, doch wurde physische Aktivität als eine Art Marotte von großstädtischen Wichtigtuern angesehen. Nun lieben die Polen das Laufen. ... Ein Zeichen, dass wir eine allgemeine materielle Stabilität erreicht haben. Und wir fangen an, uns um Bewegung zu kümmern. Das Vorbild ist nicht mehr der vermögende Dicke im Ledersessel, sondern ein Mensch, der voller physischer und psychischer Energie und voller Lebensfreude ist. Kurz gesagt: ein Europäer." (28.03.2014)


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