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Novi List - Kroatien | 28.07.2014

Fluch-Verbot zähmt selbst Putin

Öffentliches Fluchen ist in Russland seit dem 1. Juli gesetzlich verboten und wird mit einer Geldbuße geahndet. Die Nachricht über diesen großen zivilisatorischen Schritt ist irgendwo zwischen dem Kriegsbeginn in der Ukraine und dem Flugzeugabschuss verloren gegangen, spottet die linksliberale Tageszeitung Novi List: "Aber die Umsetzung in der Praxis ist offensichtlich. Unter früheren Bedingungen hätte Putin den Vollidioten, der ein Flugzeug mit einer ukrainischen Transportmaschine verwechselt, mit deftigen Flüchen zum Teufel und nach Sibirien gejagt, wo er nie wieder gefunden, geschweige denn befragt hätte werden können. Angesichts des neuen Fluchverbots murmelte Putin missmutig nur etwas von: 'Alles muss getan werden, um die Sicherheit der internationalen Spezialisten am Ort der Tragödie zu gewährleisten'. ... Denn Fluchen ist teuer. Pro Fluch wird ein Bürger mit 60 bis 80 US-Dollar zur Kasse gebeten, Firmen sogar mit 1.300 bis 1.700 US-Dollar - ja, in Russland fluchen sogar Firmen und Institutionen." (28.07.2014)


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