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Wirtschaft

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WIRTSCHAFT

Jornal de Negócios - Portugal | 28.07.2014

Moody's bewertet Portugal zu optimistisch

Die US-Rating-Agentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit Portugals um eine Stufe auf "Ba1" angehoben. Der Ausblick sei "stabil", teilte das Institut am Freitag mit. Mit der nächsten Heraufstufung würde das Land den sogenannten Ramsch-Bereich verlassen. Eine äußerst überraschende Entscheidung, findet Journalist Camilo Lourenço in der wirtschaftsliberalen Tageszeitung Jornal de Negócios: "Diese Heraufstufung geschieht zu einem Zeitpunkt, da verschiedene Kräfte im Lande versuchen, die Maßnahmen zur Konsolidierung der öffentlichen Finanzen zu blockieren. Allen voran aber bei weitem nicht nur das Verfassungsgericht. ... Es ist eindeutig eine sehr freundliche Entscheidung, zumal sie mitten im Wirbel um die Privatbank BES gefallen ist - und zu einer Zeit, da die ersten Warnlichter aufflackern, was die Einhaltung des Haushaltsdefizits für 2014 (vier Prozent) angeht. ... Ich an deren Stelle wäre mir mit meinem Urteil nicht so sicher." (28.07.2014)

Corriere del Ticino - Schweiz | 29.07.2014

Italien schludert mit seinen Reformen

Die Staatsverschuldung Italiens hat einen neuen Rekord erreicht. Mitte Juli gab die italienische Notenbank bekannt, dass der Schuldenberg im Mai auf 2.166 Milliarden Euro angewachsen ist. Italien muss endlich die längst fälligen Reformen anstoßen, fordert die liberale Tageszeitung Corriere del Ticino: "Von den einschneidenden Kürzungen der öffentlichen Ausgaben, die die italienische Regierung versprochen hat, ist bisher nichts oder so gut wie nichts zu merken. Die Forderung nach mehr Flexibilität, die der italienische Premier Matteo Renzi stattdessen an die europäische Haushaltspolitik gestellt hat, wirkt sich vielen Investoren zufolge ebenfalls nicht zu Gunsten der Regierung aus. Noch sind die italienischen Staatsanleihen nicht im Visier der Anleger, denn die Europäische Zentralbank hält schützend ihren Schirm über sie. Doch die Gefahr ist vorhanden. Die Verunsicherung vieler Investoren macht sich bereits an den Börsen in Mailand und im übrigen Euro-Raum bemerkbar. Die Finanzmärkte warten immer noch auf einen echten Kurswechsel seitens Italiens." (29.07.2014)

Svenska Dagbladet - Schweden | 29.07.2014

Fracking macht Europa freier

Die britische Regierung nimmt seit Montag erstmals seit sechs Jahren neue Gebote für Fracking-Lizenzen an. Auch Schweden und das übrige Europa sollten gegenüber der umstrittenen Fördermethode für Öl und Gas auf dem Festland ihre Skepsis ablegen, findet die konservative Tageszeitung Svenska Dagbladet: "Gewiss birgt Fracking Risiken. ... Aber Schweden wird seine Energieversorgung nicht allein mit erneuerbarer Energie bewältigen können. Für andere europäische Länder gilt das umso mehr. Schweden braucht keine russischen Gasexporte, aber Länder wie Finnland, Litauen und Bulgarien und vor allem Deutschland und Polen sind abhängig von Putins Gas. Schiefergas und auf längere Sicht auch Schieferöl können Europa selbständiger machen. Das gilt auch für unseren Ölimport aus den Golfstaaten, wo unser Geld direkt undemokratischen Regimen zugute kommt." (29.07.2014)

15min - Litauen | 28.07.2014

Litauens staatliche Euro-Hysterie nervt

Litauen wird am 1. Januar 2015 als 19. Land den Euro einführen. Der Chefredakteur des Portals 15min, Rimvydas Valatka, ist vom großen Jubel darüber ziemlich genervt: "Litauen wird als das bei der Euro-Einführung hysterischste Land in die Geschichte eingehen. Was haben wir nicht alles zu hören bekommen: dass Litauen nach der Euro-Einführung endlich richtig zu Europa gehört (arme Briten, Dänen, Schweden, Norweger) und dass Litauen von Investoren überschwemmt werden wird (interessant, warum?) oder dass der Euro dem litauischen Populismus Grenzen setzen wird. ... Auch wenn das Glück im Geld steckt, dann bestimmt nicht in seiner Bezeichnung, wie man uns einzureden versucht. Seit jeher ist die Geldmenge ja wohl entscheidend - ob Goldmünze, Rubel oder Litas." (28.07.2014)

Irish Independent - Irland | 25.07.2014

Irlands Immobilienmarkt bläht sich wieder auf

Die Hauspreise in Irland sind im vergangenen Jahr im Schnitt um 24 Prozent gestiegen, wie das irische Büro für statistische Erhebungen am Donnerstag bekannt gab. Die konservative Tageszeitung The Irish Independent fühlt sich an die geplatzte Immobilienblase von 2008 und die darauf folgende Wirtschaftskrise erinnert und fordert ein Eingreifen von Premier Enda Kenny: "Hohe Immobilienpreise lösen zwangsläufig Forderungen nach Gehaltserhöhungen aus und diese würden wiederum unsere Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen, die sich erst seit Kurzem verbessert hat. Aus diesem Grund sollten niedrige statt hohe Preise unser Ziel sein. Der Politiker in Kenny mag kurzfristig die Vorteile der Wählergunst begrüßen, die er genießen wird, wenn seine Amtszeit mit einem Immobilienboom verbunden wird. Der Staatsmann in ihm sollte aber jetzt handeln und das allzu bekannte Szenario aufhalten, das sich sonst als Todesfalle für unsere Ökonomie entpuppen könnte." (25.07.2014)

Corriere del Ticino - Schweiz | 25.07.2014

China riskiert neuen Kalten Krieg

Das Vorhaben der Brics-Staaten Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika, einen eigenen Währungsfonds zu gründen, ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einem neuen Kalten Krieg, befürchtet die liberale Tageszeitung Corriere del Ticino: "Der Motor der Initiative ist zweifelsohne China. ... Denn Peking hat allen Grund zur Annahme, dass sich die USA weigern, dem asiatischen Giganten größeres internationales Gewicht einzuräumen und sogar beabsichtigen, dessen Aufstieg zu verhindern. Mit seiner wachsenden wirtschaftlichen Bedeutung und gestärkt durch das strategische Bündnis mit Putins Russland geht China nun dazu über, an der Rolle des Dollars und somit an einer der Hauptsäulen zu rütteln, auf die sich die amerikanische Supermacht stützt. … Es ist fast sicher, dass Chinas Versuch, den Dollar in Frage zu stellen, das internationale Klima weiter verschlechtern wird. Er öffnet ein neues gefährliches Kapitel und beschleunigt das Marschtempo in Richtung eines neuen Kalten Kriegs." (25.07.2014)

Verslo žinios - Litauen | 24.07.2014

Litauen auf der Zielgeraden Richtung Euro-Klub

Litauen darf am 1. Januar 2015 als 19. Mitgliedstaat dem Euro-Raum beitreten, wie die EU-Staaten bei einer Ministerratssitzung am Mittwoch besiegelt haben. Damit ist die letzte Hürde für die Aufnahme genommen, jubelt die Wirtschaftszeitung Verslo žinios: "Es wird vor allem von dem Vorteil gesprochen, keine Gebühren mehr für den Umtausch von Geld zahlen zu müssen. Wir werden mit den Partnern aus der Euro-Zone sowie den Neulingen des Euroclubs, Lettland und Estland, in der selben Währung abrechnen. Auch das gesamte litauische Finanzsystem wird sich sicherer fühlen - die Europäische Zentralbank wird den Banken den Rücken stärken. Den Berechnungen zufolge soll der gewichtete Durchschnittszinssatz nach der Euro-Einführung um 0,56 Prozent sinken. Von den billigeren Krediten profitieren sowohl der Staat als auch die Unternehmen und die Haushalte. Und für Auslandsinvestoren soll Litauen damit ebenfalls attraktiver werden." (24.07.2014)

El Periódico de Catalunya - Spanien | 23.07.2014

Spaniens bittere Bankenrettung

Der spanische Staat hat die in der Bankenkrise verstaatlichte Catalunya Banc am Montag für knapp 1,2 Milliarden Euro an die Großbank BBVA verkauft. Mit der Sanierung des katalanischen Geldinstituts gilt die Bankenrettung in Spanien als fast abgeschlossen. Die linksliberale Tageszeitung El Periódico de Catalunya zieht eine negative Bilanz: "Die Schlussfolgerung ist, dass vieles während des Wirtschaftsbooms sehr schlecht lief, aber nicht besser wurde, als sich die Ausmaße der Tragödie bereits abzeichneten. Statt wie in anderen Ländern zügig zu handeln, verbreiteten wir zunächst das trügerische Bild, das solideste Bankensystem der Welt zu haben (so [der damalige Premier] Zapatero im September 2008), um später zu versprechen, dass die in die Bankenrettung gesteckten Summen den Steuerzahler keinen Cent kosten würden (so [Wirtschaftsminister ]Guindos im Juni 2012). Und die Tatsache, dass hierzulande praktisch niemand von den Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen wurde, macht alles noch bitterer." (23.07.2014)

Jornal de Negócios - Portugal | 22.07.2014

Geierfonds pressen Argentinien aus

Am heutigen Dienstag versucht Argentinien erneut, vor Gericht eine Einigung mit seinen Gläubigern zu erreichen und so die Zahlungsunfähigkeit zu vermeiden. Die Gläubiger, angeführt vom US-Hedgefonds NML Capital, wollen einen 2001 ausgehandelten Schuldenschnitt nicht akzeptieren und verklagen das Land auf Rückzahlung in Höhe von 15 Milliarden Dollar. Irgendetwas läuft da grundsätzlich schief, kritisiert US-Ökonom Nouriel Roubini in der wirtschaftsliberalen Tageszeitung Jornal de Negócios: "Wie natürliche Personen, Aktiengesellschaften und andere private Unternehmen, die sich auf Konkursverfahren stützen, um eine exzessive Schuldenlast zu verringern, brauchen auch Länder geordnete Umschuldungen oder Schuldenschnitte. Doch die laufende juristische Saga Argentiniens gegen sich einer solchen Lösung verweigernde Gläubiger (Holdouts) zeigt, dass das internationale System zur geordneten Umstrukturierung staatlicher Schulden nicht richtig funktioniert. ... Es darf nicht sein, dass Holdouts geordnete Umschuldungen blockieren, von denen Schuldner und Gläubiger profitieren." (22.07.2014)

Eleftherotypia - Griechenland | 21.07.2014

Griechische Bürger brauchen Schuldenerlass

Die Schulden der griechischen Bürger beim Staat sind im Juni um 880 Millionen Euro gewachsen. Insgesamt liegen die Zahlungsrückstände nun bei 67 Milliarden Euro. Da hilft nur ein Schuldenerlass, meint die linksliberale Tageszeitung Eleftherotypia: "Die Regierung und der neue Finanzminister sollten es endlich kapieren. Es ist nicht so, dass die Bürger nicht zahlen möchten. Sie versuchen, über die Runden zu kommen und ihre Grundbedürfnisse zu decken. Und dies bei steigender Arbeitslosigkeit und 1,5 Millionen Angestellten im Privatsektor, die ihre gekürzten Löhne bis zu neun Monate verspätet bekommen. Die Regierung muss verstehen, dass das Problem der Zahlungsrückstände bei Steuerämtern und Pensionskassen nur mit einem Schuldenerlass für die wirtschaftlich Schwachen (Langzeitarbeitslose, Kranke, Ältere) und die Bürger mit einem Einkommen unterhalb des Existenzminimums gelöst werden kann." (21.07.2014)


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