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Wirtschaft

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WIRTSCHAFT

De Tijd - Belgien | 19.12.2014

Belgiens konfuse Energiepolitik geht weiter

Die belgische Regierung hat die Laufzeit von zwei alten Atomkraftwerken um zehn Jahre verlängert. Sie sollten ursprünglich 2015 geschlossen werden. Das ist nur eine Übergangslösung, warnt die Wirtschaftszeitung De Tijd: "Die Entscheidung ist vertretbar, um die Energieversorgung des Landes kurzfristig sicher zu stellen. Aber auf diese Weise wird die konfuse Energiepolitik des vergangenen Jahrzehnts fortgesetzt. Erneut herrscht Unsicherheit über den geplanten Atomausstieg. Dies schreckt Investoren ab, es wird kein Geld in andere Formen der Stromerzeugung gesteckt. Denn mit Kernkraftwerken zu konkurrieren, die billigen Strom produzieren, ist nicht einfach. ... Es ist Aufgabe der Regierung, schnell Klarheit zu schaffen, damit Investoren sich auf den belgischen Energiemarkt wagen und eine Lösung für die unsichere Stromversorgung bieten." (19.12.2014)

Finanz und Wirtschaft - Schweiz | 18.12.2014

Schweizer Nationalbank im Schlepptau der EZB

Die Schweizer Nationalbank hat am Donnerstag angekündigt, Negativzinsen einzuführen, um eine Überbewertung des Schweizer Franken zu verhindern. Dieser Schritt zeigt nach Meinung der Wochenzeitung Finanz und Wirtschaft, wie abhängig die Zentralbank in Bern vom Euro ist: "Die institutionelle Autonomie wird [der SNB] gesetzlich garantiert. Geldpolitisch handelt sie aber nicht wirklich frei, sondern sie reagiert auf die sich überstürzenden Ereignisse im Ausland. Das tut sie schon seit Jahren und häufig im Schlepptau der Europäischen Zentralbank, die im Juni Negativzinsen auf die Notenbankguthaben der Geschäftsbanken eingeführt hat und nun Anleihenaufkäufe vorbereitet, um den Euro weiter zu schwächen. Die SNB liess sich mit der Frankenobergrenze zum Euro einen monetären Extremkurs aufzwingen, der angesichts der inländischen Wirtschaftslage nicht optimal ist, man denke nur an den sich überhitzenden Immobilienmarkt. Aber ihr sind die Hände gebunden." (18.12.2014)

Hospodářské noviny - Tschechien | 18.12.2014

Europa braucht langfristig stabiles Russland

Die Währungskrise in Russland kann niemanden erfreuen und verlangt ein Gegensteuern auch Europas, mahnt die wirtschaftsliberale Tageszeitung Hospodářské noviny: "Die Kombination aus antirussischen Sanktionen und dem fallenden Ölpreis ist ein Cocktail, den keine Intervention der russischen Zentralbank nachhaltig verdünnen kann. Und das, obwohl ihre Devisenreserven zu den größten der Welt gehören. Schon bald könnten in Russland die nichtstaatlichen Banken, die keinen Zugang zum internationalen Kreditmarkt haben, Probleme bekommen. Russland erlebte schon 1998 eine Kombination aus Währungs- und Bankenkrise, die vor allem durch den steigenden Ölpreis bewältigt werden konnte. Das ist eine Situation, die sich jetzt nicht wiederholen wird. Kurzfristig kann Russland den Fall des Rubels und den Unmut der Weltfinanzmärkte aushalten. Um die langfristige Stabilität zu sichern, braucht Russland eine Geste. Und diese Geste muss von der EU kommen, das liegt in ihrem Interesse." (18.12.2014)

Dnevnik - Bulgarien | 18.12.2014

Dummer Putin tappt in die Falle

Die internationale Gemeinschaft hat Putin in eine Falle gelockt, aus der er nicht mehr herauskommt, analysiert der Politologe Evgenij Dajnov im Nachrichtenportal Dnevnik mit Blick auf die Rubel-Krise: "Der Westen hat es gut eingefädelt: Der rasante Verfall des Erdölpreises, von dessen Export Russland lebt, kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Russland gezwungen ist, Geld auszugeben, das es nicht hat. Wie schon beim Zusammenbruch der UdSSR wurde die Falle so gestellt, dass Russland keine andere Wahl hat als weiter Geld auszugeben - bis zur Pleite. Dabei besteht die Falle zu 30 Prozent aus der Schlauheit des Westens und zu 70 Prozent aus der Dummheit Putins. ... Nach dem Bankrott der UdSSR entstanden 15 eigenständige Staaten. Jetzt, nach dem Zusammenbruch der russischen Wirtschaft, wird es zwangsläufig zum Machtverfall kommen. Für die einzelnen 'Föderationssubjekte' wird dies eine reale Chance sein, ihre Unabhängigkeit von Russland zu erklären." (18.12.2014)

i - Portugal | 16.12.2014

TAP-Streik gefährdet Zukunft der Airline

Die Angestellten der portugiesischen Fluggesellschaft TAP haben einen Streik für die letzten Dezembertage angekündigt, um gegen die Pläne der Regierung zu protestieren, die bislang staatliche Airline zu 66 Prozent zu privatisieren. Solch ein Streik gefährdet vor allem die Arbeitsplätze, warnt die linksliberale Tageszeitung i: "Das Leben von mehr als 120.000 Kunden zu einer der lukrativsten Zeiten des Jahres zu beeinträchtigen, ist für ein Unternehmen, das bis vor kurzem noch chronisch Verluste schrieb, ein tiefer Schnitt ins eigene Fleisch. Einen Streik zu unterstützen, um die Privatisierung zu stoppen (zu einer Zeit, da Brüssel Portugal verbietet, mehr Geld zu injizieren), bedeutet, das Unternehmen langfristig zur Schließung zu verurteilen. Die Gewerkschaften begehen nichts als beruflichen Selbstmord. Lieber verlieren sie ihren Job, als private Aktionäre zu finden, die die das nötige Kleingeld (500 Millionen Euro) in die Airline stecken." (16.12.2014)

Népszabadság - Ungarn | 17.12.2014

Ungarn müssen Sonntag nicht heiligen

In Ungarn hat die rechtskonservative Regierungspartei Fidesz am Dienstag ein Gesetz verabschiedet, wonach Geschäfte ab einer Größe von 200 Quadratmetern und Filialen von Handelsketten am Sonntag geschlossen sein müssen. Der Fidesz stützt sich dabei auf die Bibel, demnach sollte am Sonntag niemand arbeiten. Die linksliberale Tageszeitung Népszsbadság kritisiert den Schritt: "Die Berufung auf die Bibel zeugt zwar von edler Gesinnung, doch sie hinkt. Wir wollen bloß auf das Verbot im Alten Testament hinweisen, das sich konkret auf den Sabbath (Samstag) bezieht und mit dem Sonntag nichts zu tun hat. Dass am Sonntag kein freier Handel getrieben werden darf, läuft überdies der nationalen Tradition in Ungarn zuwider. Die Magyaren haben jahrhundertelang auch sonntags ihren Handel abgewickelt. ... Und noch etwas: Der arbeitsfreie Sonntag gilt weder für die ungarischen Casinos noch für die Fabriken der deutschen Autohersteller [Audi, Mercedes, Opel]." (17.12.2014)

The Irish Times - Irland | 16.12.2014

Iren müssen Wahrheit über Bankenkrise erfahren

Der Untersuchungsausschuss des irischen Parlaments, der den Zusammenbruch des nationalen Bankensystems im November 2010 klären soll, nimmt am heutigen Mittwoch seine Arbeit auf. Die Steuerzahler haben ein Recht darauf, genau zu erfahren, warum sie mit 64 Milliarden Euro die Banken retten mussten, meint die linksliberale Tageszeitung The Irish Times: "Insbesondere müssen wir herausfinden, was in den Vorstandsetagen der Banken vor sich ging, als die Kriterien für Kreditvergaben gelockert wurden, und warum Notenbank und Finanzaufsicht ineffektiv waren. Zudem müssen wir wissen, warum es so lange gedauert hat, die Ausmaße des Lochs in den Bilanzen der Banken zu entdecken, und wie das die wichtigsten Entscheidungen der damaligen Regierungsmitglieder beeinflusste. Wir können hier wichtige Lektionen für die Zukunft lernen. Wenn man bedenkt, wie viel uns diese Bankenkrise gekostet hat, haben wir ein Recht darauf, so viel wie möglich über die Vorgänge zu erfahren." (16.12.2014)

La Croix - Frankreich | 15.12.2014

Uber stellt hohe Taxipreise in Frage

Die französische Regierung hat am Montag bekräftigt, dass Onlinemitfahrdienste wie Uber mit Inkrafttreten des neuen Personenbeförderungsgesetzes zum 1. Januar 2015 verboten werden. Damit reagiert Paris auf einen weiteren Streik der Taxifahrer. Doch auch die müssen zeigen, was ihr Service wert ist, fordert die katholische Tageszeitung La Croix: "Das Unternehmen wollte sich in Frankreich ansiedeln, weil es erkannt hat, dass es von einem Teil der Gewinnmarge im Personentransport dank intelligenter Nutzung von neuen Kommunikationstechnologien profitieren kann. ... Um sich jedoch auf einem schwierigen Markt zu etablieren, hat die kalifornische Firma versucht, die Regulierung zu umgehen, die eine Hürde beim Markteintritt darstellt. Die Regulierung dient allerdings nicht nur dazu, die Einkommen der Marktanbieter zu schützen. Sie ist auch eine Garantie für die Servicequalität. So bleibt abzuwarten, ob die Qualität tatsächlich den Preisen entspricht, die die Kunden derzeit zahlen müssen." (15.12.2014)

Il Sole 24 Ore - Italien | 16.12.2014

Finanzmärkte fürchten Deflation

Die Börsen haben am Montag ihre Talfahrt fortgesetzt. Die Skepsis der Investoren sollte vor allem in Europa ernst genommen werden, wo trotz niedrigem Ölpreis und dem von der Europäischen Zentralbank angekündigten Anleihenkaufprogramm die Deflation die Oberhand behält, mahnt die liberale Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore: "Die langfristig erwartete Inflationsrate ist von 1,87 auf 1,67 Prozent gesunken. Aus Sicht der Finanzmärkte sind also weder die 'Geldkanone' der EZB, noch der positive Effekt des sinkenden Ölpreises ausreichend, um mittelfristig den Konsum der Privathaushalte anzukurbeln und die Teuerungsrate anzuheben. Finanzmärkte können sich irren. Doch entbehrt ihre Einschätzung nicht der Logik: Solange den Privathaushalten nicht wieder ein wenig Sicherheit (angefangen bei der steuerlichen Sicherheit) gegeben wird, wird sich die Nachfrage schwerlich erholen. Denn jeder Euro, der übrig bleibt, wird auf Grund der Ungewissheit gespart und nicht ausgegeben werden. Deshalb spekulieren die Investoren zwar mit der Bazooka der EZB, doch setzen sie keinen Heller auf Nachfrage und Inflation." (16.12.2014)

Kapital - Bulgarien | 12.12.2014

Uber in Sofia die bessere Alternative zum Taxi

Der Online-Mitfahrdienst Uber ist Anfang vergangener Woche in der bulgarischen Hauptstadt Sofia gestartet. Das Fahren wird dadurch nicht günstiger, aber sauberer und angenehmer als in den meisten Taxis sein, hofft die Wochenzeitung Kapital: "Eigentlich sollte der Staat durch seine Regulierung der Taxidienste garantieren, dass das Taxi in einem guten technischen Zustand ist und bestimmten hygienischen Mindestanforderungen entspricht, dass der Fahrer über die nötige Fahrpraxis verfügt und ein ordentliches Führungszeugnis hat. ... In der Praxis funktioniert das aber häufig nicht. Uber garantiert dasselbe ohne die Einmischung des Staates, indem das Unternehmen seine Fahrer und ihre Fahrzeuge sorgfältig auswählt, mit seinem Unternehmensnamen für sie bürgt und sie durch die Fahrgäste bewerten lässt. Wenn ein Uber-Fahrer beispielsweise während der Fahrt raucht oder telefoniert, werden andere Uber-Nutzer davon erfahren und ihn nicht mehr anheuern." (12.12.2014)


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