Navigation

 

Wirtschaft

1-10 von 35 | Seite 1 . 2 . 3 . 4 . weiter  »

WIRTSCHAFT

Le Monde - Frankreich | 17.04.2015

EU darf nicht bei Google-Offensive verharren

Das Beschwerdeverfahren gegen Google begrüßt die Tageszeitung Le Monde, fordert aber von der EU, gleichzeitig den Datenschutz voranzubringen: "Dass Europa in diesem Bereich in die Offensive geht, ist eine gute Sache. ... Es reicht aber nicht aus. Wenn es sich wappnen will, um seine Bürger und seine Unternehmen besser zu schützen in einer Welt, die immer digitaler wird, muss es die Datenschutzverordnung verabschieden. Diese wurde vor mehr als drei Jahren zur Diskussion gestellt und die Mitgliedsstaaten nörgeln seither daran herum. Europa muss die Frage der digitalen Souveränität angehen. Wenn man eine totale Abhängigkeit von den US-amerikanischen Internetriesen vermeiden will, sollte man die Geburt europäischer Netzgiganten fördern. Die EU muss aus der digitalen Welt eine Priorität für ihre Entwicklung machen." (17.04.2015)

Kauppalehti - Finnland | 16.04.2015

Nokia-Alcatel-Fusion ist große Herausforderung

Der finnische Netzwerkausrüster Nokia will den französischen Konkurrenten Alcatel-Lucent für über 15 Milliarden Euro übernehmen. Nach den Erfahrungen mit der Übernahme der Netzwerksparte von Siemens 2006 dürfte die Fusion nicht einfach werden, prophezeit die Wirtschaftszeitung Kauppalehti: "Auch die Verbindung der beiden Unternehmenskulturen wird nicht einfach. Nach dem Geschäft mit Siemens dauerte es nur wenige Monate, bis ein großer Bestechungsskandal bei Siemens die gesamte Fusion in Gefahr brachte. Hoffentlich gibt es in Frankreich nicht ähnliche Überraschungen. Die Verschmelzung der französisch-amerikanischen Kultur mit der noch teilweise finnischen Kultur von Nokia wird nicht im Handumdrehen gelingen. Letztendlich dauerte es sieben Jahre, bis Siemens in Nokia aufgegangen war. Das ist viel zu lange, um das größte Netzwerkunternehmen der Welt auf ein Ziel hin auszurichten." (16.04.2015)

NRC Handelsblad - Niederlande | 15.04.2015

Bittere Alternativen zum Groninger Gas

In den Niederlanden hat das höchste Verwaltungsgericht am Dienstag die Gasförderung in einem von Erdbeben besonders betroffenen Gebiet der Provinz Groningen untersagt. Die liberale Tageszeitung NRC Handelsblad sieht negative Auswirkungen des Förderverbots: "Die Frage ist nun, was das Sicherste ist. Führt die Reduzierung der Gasproduktion tatsächlich zu weniger Erdbeben? ... Und verlagert sich das Problem nun nicht nur zu einem erhöhten Risiko anderswo in Groningen? Vor allem kann das Urteil des Gerichts nur ein Ansporn für Wirtschaftsminister Henk Kamp und auch die gesamte Regierung sein, nun schnell nach Alternativen für die Gasförderung in Groningen zu suchen. ... Einige Folgen kann man jetzt schon vorhersehen: Weniger Einkünfte für den Staatshaushalt und die geopolitisch unangenehme Situation, dass Gasimporte aus Russland unvermeidlich sind. Wer meint, dass die Sicherheit der Menschen in Groningen Vorrang hat, muss dies beachten." (15.04.2015)

ABC - Spanien | 15.04.2015

Spanien kann noch mehr aus Tourismus herausholen

Der IWF hat Spanien am Dienstag ein Wachstum von 2,5 Prozent für 2015 prognostiziert. Das ist vor allem dem Tourismus zu verdanken, lobt die konservative Tageszeitung ABC, warnt aber zugleich davor, sich auf den Lorbeeren auszuruhen: "Der Tourismus ist zur Speerspitze des Aufschwungs geworden. Nicht nur wegen des hohen Andrangs aus dem Aus-, sondern auch Dank der wachsenden Nachfrage im Inland, die man als Anzeichen dafür deuten kann, dass der Aufschwung nun auch beim gewöhnlichen Bürger angekommen ist. ... Abgesehen von den seit Jahrzehnten hervorragenden Resultaten des Sonne-und-Strand-Tourismus besteht das Potenzial, zu einem wichtigen Standort für Kongressbesucher und vor allem für Shopping-Touristen aufzusteigen - Segmente mit besonders kaufkräftigen Kunden. Spanien nimmt im globalen Tourismus eine Spitzenposition ein. Aber es muss auf Qualitätstourismus mit hoher Kaufkraft setzen, um sich auf dieser Position zu halten." (15.04.2015)

Večernji List - Kroatien | 15.04.2015

Kroatiens Expo-Verweigerung ist dämlich

Kroatien nimmt als einziges EU-Land nicht an der Expo 2015 teil, die am 1. Mai in Mailand beginnt. Das ist schlichtweg dämlich für ein Tourismusland und Kostengründe sind nur vorgeschoben, kritisiert die konservative Tageszeitung Večernji List: "Unser Nachbarland Italien empfindet die kroatische Absage als Ohrfeige. Neben der Ignoranz gegenüber gutnachbarschaftlichen Beziehungen und partnerschaftlichen Wirtschaftsbeziehungen verdeutlicht die komplette Abwesenheit des Landes - es ist nicht einmal Teil des Gemeinschaftspavillons der Mittelmeer-Staaten - Kroatiens Haltung gegenüber dem Mittelmeerraum, Tourismus und Energie. Die Regierung zeigt sich undiplomatisch, taktlos und hat wieder einmal ihre Unfähigkeit in Wirtschaftsfragen bewiesen. Die Kosten der Teilnahme, die Italien für Kroatien wegen der letztjährigen Hochwasser-Katastrophe um ein Drittel auf 1,2 Millionen Euro gesenkt hatte, hätten nicht einmal aus dem Staatshaushalt bezahlt werden müssen. Man hätte Sponsoren finden können." (15.04.2015)

Duma - Bulgarien | 14.04.2015

Neue Gaspipeline lässt Bulgarien außen vor

Nach dem Scheitern des Gaspipeline-Projekts South Stream, bei dem Bulgarien eine wichtige Rolle spielte, plant Russland nun eine neue Leitung, die über die Türkei, Griechenland und Serbien Gas in die EU liefern soll. Dass bei diesem neuerdings "Balkan Stream" genannten Pipelineprojekt Bulgarien leer ausgeht, ärgert die prorussische Tageszeitung Duma: "Vor weniger als einem Monat erklärte Präsident Rossen Plewneliew in Wien noch überschwänglich, wie Bulgarien ein 'unumgehbarer Faktor' in Südosteuropa sei. Wie sich nun herausstellt, sind wir nicht nur umgehbar, sondern geradezu überflüssig. ... Jetzt werden sich die bulgarischen Bürger wieder das Gesülze der 'Experten' anhören müssen, wonach eine neue Gaspipeline Bulgariens Abhängigkeit von Russland verstärken würde, dass Balkan Stream technisch nicht realisierbar sei oder dass Ungarn, Griechenland, Serbien und die Türkei Bulgarien mithilfe Russlands isolieren wollten." (14.04.2015)

Delo - Slowenien | 14.04.2015

Heineken verhindert Bierkrieg in Slowenien

Die slowenische Bierbrauerei Laško, einst Synonym für nationale Interessen, ist am Montag verkauft worden. Heineken, eine der weltgrößten Brauereien, übernahm einen Mehrheitsanteil von 51 Prozent. Die linksliberale Tageszeitung Delo lobt, dass der Laško-Verkauf so friedlich verlief: "Auch wenn die Zahl der Laško-Interessenten gestern auf den Beginn eines neuen Bierkriegs hindeutete, verlief das Finale dann eindeutig - es siegte, wer das meiste Geld bot. ... Vor 13 Jahren wurde der Bierkrieg zwischen [dem multinationalen Brauereikonzern] Interbrew und Laško [um die Union-Brauerei] im Parlament ausgetragen, gestern entschieden Briefumschläge, die die ausländischen Brautwerber auf den Tisch legten. Der Verkauf an den strategischen Partner scheint im Moment das Richtige, vor allem aber befreit sich Laško damit vom Druck der Politik und ihrer Interessen." (14.04.2015)

Le Temps - Schweiz | 13.04.2015

Hohe Steuern treiben Kapital aus der Schweiz

Über Steuererhöhungen in der Schweiz ärgert sich die liberale Tageszeitung Le Temps und sieht den Wettbewerbsvorteil des Landes gegenüber anderen europäischen Ländern langsam schwinden: "Die Häufung populistischer Initiativen und die Wiederholung von Slogans, die ständig falsche Informationen über die 'Geschenke an Reiche' und 'wachsende Ungleichheiten' verbreiten, haben ihr Ziel erreicht. Was Steuern angeht, ist die Schweiz nicht mehr konkurrenzfähig. Das Kapital flüchtet aus dem Land. Die Wohlhabenden, seien sie Schweizer oder Ausländer, gehen lieber nach London oder nach Belgien. Die Schweiz wurde zu einem der wohlhabendsten Länder, indem sie ein Kapital und Innovation zuträgliches Klima gepflegt hat. Dieses Erbe wird von einem Steuersystem unterwandert, das Vermögen und die Bildung von Kapital verhindert." (13.04.2015)

Blog Mozgástér - Ungarn | 10.04.2015

Dank Orbán steht Ungarn an der Spitze Europas

Laut dem US-Forschungsinstitut Bretton Woods ist Ungarn einer der zehn besten Staaten weltweit für Investitionen. Der Politologe Tamás Lánczi führt diese Nachricht auf dem Blogportal Mozgástér auf die erfolgreiche Wirtschaftspolitik der rechtskonservativen Regierung von Viktor Orbán zurück: "Entgegen den Schreckensnachrichten, die von der Opposition verbreitet werden, ist die ungarische Finanz- und Wirtschaftspolitik erfolgreich. Ungarn ist für ausländische Investoren ein anziehender Standort. ... Ungarn befindet sich heute im Kreis mit Staaten wie Deutschland, Dänemark oder Japan. In den vergangenen Jahren konnte sich Ungarn unter anderem dank eines hohen Wirtschaftswachstums, eines niedrigen Haushaltsdefizits und guten Investitionsbedingungen an die Spitze Europas kämpfen. Jetzt stellt sich nur noch die Frage, wann die Ratingagenturen zur Räson kommen und Ungarn wieder als ein Land empfehlen, in dem es sich lohnt zu investieren." (10.04.2015)

De Volkskrant - Niederlande | 10.04.2015

Heuern und Feuern bei der ING Bank

Die ING Bank hat angekündigt, die Verträge mit zahlreichen Leiharbeitern und selbstständigen Unternehmern vor dem 1. Juli vorzeitig zu beenden. Damit will die Bank Kündigungsvergütungen umgehen, die dann nach einem neuen Gesetz fällig wären. Das ist nicht integer, rügt die linksliberale Tageszeitung De Volkskrant: "ING verstößt auch gegen die Absicht des Sozialabkommens der Tarifpartner mit der Regierung. Darin verpflichten sich die Arbeitgeber, die Rechte der flexiblen Arbeitnehmer zu verbessern. Gerade von einer Bank wie ING - die ohnehin schon von der Gesellschaft genau beobachtet wird - muss man erwarten, dass sie integer und verantwortlich vorgeht. Unternehmen wie ING sollten klug sein und in den nächsten Monaten sauber handeln und nicht mit Tricks das Gesetz unterlaufen. Ehrlichkeit kommt auch dem Betrieb zugute. Denn loyales Personal und zufriedene Kunden sind am Ende mehr wert als ein paar tausend Euro, die man an Kündigungsvergütungen einspart." (10.04.2015)


1-10 von 35 | Seite 1 . 2 . 3 . 4 . weiter  »

Weitere Inhalte