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Wirtschaft

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WIRTSCHAFT

Tages-Anzeiger - Schweiz | 17.04.2014

Schweiz droht neuer Steuer-Ärger

Die Finanzbehörden in der Schweiz haben einen Bericht zu den Zollfreilagern des Landes veröffentlicht und weisen darauf hin, dass dort zum Beispiel wertvolle Kunstwerke jahrelang lagern. Das nährt den Verdacht, dass es dort weniger um den schnellen Umschlag von Waren geht als vielmehr um Steueroptimierung. Nach dem Streit ums Bankgeheimnis steht der Schweiz erneut großer Ärger ins Haus, meint besorgt der Tages-Anzeiger: "Ins Visier genommen wurde ganz klar das Zollfreilager Genf, das eine rasante Entwicklung hinter sich hat. Gelagert werden dort Tausende Edelsteine, Bilder von grossen Meistern oder auch fast unbezahlbare Spitzenweine. ... Die Eidgenössische Finanzkontrolle ist der Meinung, der undurchsichtige Wert der gelagerten Güter und die nicht preisgegebene Identität von gewissen Eignern dieser Güter würden die Eidgenossenschaft einem Risiko aussetzen. Die Schweiz könnte wegen dieser Grauzone zur Zielscheibe von ausländischen Staaten werden. ... Irgendwie erinnert das alles verdächtig an den Bankensektor, ehe der Sturm losbrach." (17.04.2014)

Irish Examiner - Irland | 16.04.2014

Irland muss trotz Aufschwung weiter sparen

Die Arbeitslosigkeit in Irland ist im März auf 11,8 Prozent gefallen. Das ist der niedrigste Wert seit fünf Jahren. Dennoch handelt die Regierung richtig, wenn sie wie angekündigt an ihrem Kurs der Haushaltskonsolidierung festhält, meint die liberale Tageszeitung Irish Examiner: "Wir hätten Grund zum Jubeln, wenn wir einen Haushalt erwarten könnten, der wenn schon nicht expansiv, dann doch zumindest nicht ein weiteres Paket voller entmutigender Einschnitte bei Einkommen und öffentlichen Leistungen ist. Leider hat jedoch der 'böse Bulle', in diesem Fall Finanzminister Michael Noonan, immer noch die besseren Argumente. ... Es wäre verantwortungslos, all die elendigen Einschnitte, Steuererhöhungen und Leistungskürzungen, die in den vergangenen Jahren zu erleiden waren, zu früh wieder rückgängig zu machen. Derartige kurzfristige Entscheidungen würden die Hoffnung auf langfristige Unabhängigkeit zunichte machen." (16.04.2014)

Diário de Notícias - Portugal | 16.04.2014

Portugal verkleinert Staatsapparat zu spät

Portugals Regierung will 2015 weitere 1,4 Milliarden Euro einsparen und damit das Haushaltsdefizit auf 2,5 Prozent des BIP drücken, erklärte am Dienstag Finanzministerin Maria Luís Albuquerque nach einer Sondersitzung des Ministerrats. Mehr als die Hälfte der Kürzungen soll über eine Senkung der Ausgaben für den Staatsapparat erzielt werden. Die Maßnahme ist nach Ansicht der liberal-konservativen Tageszeitung Diário de Notícias richtig, kommt aber zu spät: "Man muss sich schon fragen, warum erst jetzt. Erst nach drei Staatsbudgets und vier berichtigten Haushaltsplänen konzentriert sich der Ministerrat nun auf Maßnahmen, über die die Effizienz des öffentlichen Diensts gefördert werden soll. ... Etwas Ähnliches wurde schon seit mindestens zwei Jahren gefordert, um Beamte, Pensionäre, Rentner und den Steuerzahler nicht mit immer härteren Einkommenseinschnitten zu überlasten." (16.04.2014)

Verslo žinios - Litauen | 16.04.2014

Schiefergasrevolution belastet Litauen

Die litauische Erdölraffinerie Orlen Lietuva erlebt die schwierigsten Zeiten ihrer Geschichte. Derzeit nutzt die Raffinerie nur 60 Prozent ihrer Kapazitäten, 100 Mitarbeiter sollen entlassen werden. Die Wirtschaftszeitung Verslo žinios erklärt, warum das Unternehmen, das eine so große Bedeutung für Litauen hat, in diese Schieflage geraten konnte: "Wenn sich die Produktionsleistung weiter verringern würde, bliebe nur die Schließung. ... Der Hauptgrund dieser Misere ist die Schiefergasrevolution in den USA, die die Margen der Raffinerien in ganz Europa nach unten gedrückt und Millionenverluste für diese Unternehmen verursacht hat. Orlen Lietuva gehört bereits mehrere Jahre zu den größten Steuerzahlern des Landes sowie zu den strategisch wichtigsten Unternehmen - vor allem für die nationale Sicherheit des Landes. Sie ist die einzige Erdölraffinerie im Baltikum und einer der größten Exporteure Litauens, der einen großen Einfluss auf die Wirtschaft des Landes hat." (16.04.2014)

ABC - Spanien | 16.04.2014

Job-Misere in Spaniens Regionen bekämpfen

Fünf spanische Regionen haben europaweit die höchsten Arbeitslosenquoten. Das belegt eine Untersuchung, die das europäische Statistikamt Eurostat am Dienstag veröffentlichte. Vor allem Brüssel muss den Regionen helfen, fordert die konservative Tageszeitung ABC: "Der Eurostat-Bericht lässt keine Zweifel offen: Die fünf Regionen mit der höchsten Arbeitslosigkeit liegen in Spanien. Mit Quoten, die jeweils um die 35 Prozent liegen, stehen Andalusien, Ceuta, Melilla, die Kanaren und Extremadura an der Spitze der Liste, die nicht nur punktuelle Auswirkungen einer Krise aufzeigt, sondern auch auf uralte strukturelle Problemen verweist. Langsam beginnt die Arbeitslosigkeit zurückzugehen. Aber damit sie sich dem europäischen Durchschnitt annähert, müssen - angefangen bei Brüssel - alle Verantwortlichen politische Maßnahmen ergreifen, die die historisch gestraften Regionen wirklich unterstützen und nicht nur ihre Not lindern." (16.04.2014)

Der Standard - Österreich | 16.04.2014

Erfolg der neuen Bankenunion ungewiss

Mit großer Mehrheit hat das EU-Parlament am Dienstag einheitliche Regeln zur Abwicklung von Krisenbanken beschlossen. Mit dieser, nach der Bankenaufsicht, zweiten Säule der Bankenunion sollen künftig für die Rettung maroder Banken nicht mehr die Steuerzahler zahlen müssen. Doch die linksliberale Tageszeitung Der Standard ist skeptisch, ob das wirklich klappt: "Ein neues Desaster à la Hypo Alpe Adria wird dank der neuen Regeln zwar unwahrscheinlicher - doch auch das neue Netz hat Löcher, und bei vielen Regeln ist unklar, ob sie wirklich nützlich sind. Gut zeigen lässt sich das an einem der Eckpfeiler des neuen Systems, dem 'Bail-in': Gläubiger sollen künftig bei Bankenkrisen mit zur Kasse gebeten werden. ... Doch werden die Finanzaufseher erst in mühevoller Kleinarbeit dafür sorgen müssen, dass es bei den Banken genügend Mittel gibt, die für ein Bail-in eingesetzt werden können. Das ist keine leichte Aufgabe. Im vergangenen Jahr stand Europa in Zypern vor dem Problem, dass die aufgeblasenen Banken dort über gar keine Gläubiger verfügten, die man zur Kasse hätte bitten können." (16.04.2014)

Wprost Online - Polen | 15.04.2014

Amazon wird Polens Buchmarkt umkrempeln

Der Online-Versandhändler Amazon will im August seine ersten beiden Logistikzentren in Polen eröffnen. Amazon wird den polnischen Markt umkrempeln, glaubt der Journalist Grzegorz Sadowski vom konservativen Nachrichtenportal Wprost: "Als Amazon-Kunde freue ich mich, dass dort die Preise so gering sind. Oft sind die Bücher wesentlich günstiger, als wenn man sie in Polen kauft. Es ist gut, dass die Firma den Kunden in den Mittelpunkt rückt. Daran sieht man, warum sie so erfolgreich ist. Doch hat jede Medaille zwei Seiten. Wenn Amazon bald nach Polen kommt, wird das für viele Verlage das Aus bedeuten. Das wird genauso sein wie bei den Handelsketten, die billige Textilien irgendwo am Ende der Welt produzieren lassen. Der Markt wird sich verändern, das aber jedenfalls zum Vorteil des Kunden. Hoffentlich werden die Polen dadurch wieder mehr Bücher lesen." (15.04.2014)

Financial Times - Großbritannien | 14.04.2014

Unnötige Panikmache wegen Deflation

In diesen Wochen werden die Rufe immer lauter, die EZB müsse unbedingt mehr gegen eine drohende Deflation in der Euro-Zone unternehmen. Die Warnungen vor einem Sinken des Preisniveaus sind pure Schwarzmalerei, widerspricht der frühere EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark in der wirtschaftsliberalen Tageszeitung Financial Times: "Die wirtschaftliche Erholung in der Euro-Zone stabilisiert sich und die wichtigsten Indikatoren fallen positiv aus. Daher ist das wahrscheinlichste mittelfristige Szenario das einer Preisstabilität und eines vorsichtigen Wirtschaftsaufschwungs in den kommenden zwei Jahren. Die EZB muss nicht noch mehr tun. Jede weitere Maßnahme von Seiten der EZB hätte fragwürdige Auswirkungen und würde eine zu lange währende ultra-lockere Geldpolitik nach sich ziehen, die nicht gerechtfertigt wäre und ungewollte mittelfristige Folgen hätte. Außerdem würde sie den Ausstieg aus einer Niedrigzinspolitik und den Maßnahmen zur Erhöhung der Liquidität auf dramatische Weise erschweren." (14.04.2014)

Dienas Bizness - Lettland | 14.04.2014

Lettischer Staat versteht nichts von Geschäften

Die Regierung in Riga will Anfang Mai entscheiden, ob Lettland die Anteile des deutschen Energiekonzerns Eon am lettischen Gasversorger Latvijas Gāze übernimmt. Befürworter des Schritts erhoffen sich, dass Lettland so seine Energieunabhängigkeit gegenüber Russland ausbauen kann, doch die Wirtschaftszeitung Dienas Bizness rät davon ab: "Die Erfahrungen zeigen, dass der lettische Staat als Aktionär keine gute Wahl ist. Politisch einflussreiche Personen bekommen dann hohe Posten, es kommt zu verschiedenen Skandalen, doch der Entwicklung der Unternehmen hilft das nicht: Die Unternehmen erwirtschaften entweder einen Verlust oder der größte Anteil des Gewinns fließt in Dividenden. … Wenn sich dann noch herausstellt, dass der Staat als Hauptinvestor nur ein einziges Interesse verfolgt - prinzipiell den Russen zu schaden - dann gibt es keinen großen Unterschied mehr zu einer [ebenfalls interessengeleiteten] Investmentgesellschaft als Anteilseigner." (14.04.2014)

Les Echos - Frankreich | 14.04.2014

Draghi drängt Politik zum Kampf gegen Deflation

EZB-Chef Mario Draghi hat am Samstag auf der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank angekündigt, die Gefahr einer Deflation in der Euro-Zone entschlossen zu bekämpfen. Als erster EZB-Präsident äußert sich Draghi direkt zum Euro-Wechselkurs und sendet damit einen doppelten Appell aus, analysiert die liberale Wirtschaftszeitung Les Echos: "Draghi richtet diese Botschaft vor allem an die Märkte. Ihnen gibt er deutlich zu verstehen, dass jede weitere Aufwertung des Euro zu einem Eingreifen der EZB führen wird. Somit würden die Investoren ernsthafte Risiken eingehen, wenn sie die Währung über eine Schwelle treiben, die nun bei 1,40 Dollar festzusetzen ist. Wenige Wochen vor der Europawahl richtet sich die Botschaft aber auch an unsere Politiker. Im Wahlkampf haben einige begonnen, die EZB für das Ausbleiben des Aufschwungs verantwortlich zu machen. Draghi spielt ihnen den Ball wieder zurück: Es ist nun ihre Aufgabe, tiefgreifende Reformen durchzusetzen, damit das Wachstum anzieht. Sie müssen alles tun, damit die Bürger an der Wahlurne nicht in Versuchung geraten, sich des Euro zu entledigen." (14.04.2014)


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