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Wirtschaft

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WIRTSCHAFT

Radikal - Türkei | 30.10.2014

Türkei wird noch mehr Grubenunglücke erleben

Nach dem Einsturz eines Bergwerkschachtes in der südtürkischen Stadt Ermenek sind am Dienstag 18 Bergleute verschüttet worden, ihre Überlebenschancen sind gering. Das Unglück ist das Produkt einer zu ehrgeizigen Wirtschaftspolitik, meint die liberale Internetzeitung Radikal: "Die Regierung hat sich für 2023 das sehr anspruchsvolle Ziel gesetzt, zu den zehn größten Wirtschaftsnationen der Welt zu gehören. ... Doch wir haben weder Öl noch Erdgas. ... Laut dem Strategieplan der Regierung soll daher die Energieproduktion regionaler Quellen gesteigert werden. Statt auf erneuerbare Energien wurde auf Kohle gesetzt. Dafür wurde die Erschließung neuer Bergwerke erleichtert, staatliche Gruben wurden privatisiert. Man arbeitet daran, die Bürokratie zu vereinfachen und Gesetze zu ändern. ... Bei steigenden Produktionskosten kümmert sich niemand um Vorsichtsmaßnahmen. Es ist klar, dass wir noch mehr Todesfälle erleben werden." (30.10.2014)

Trends Tendances - Belgien | 29.10.2014

Warum die Belgier der Klimaschutz nicht juckt

Die EU kann ihre Treibhausgasemissionen voraussichtlich bis 2020 im Vergleich zum Referenzjahr 1990 um 24 Prozent senken und damit den Zielwert von 20 Prozent übertreffen. Das hat die Europäische Umweltagentur am Dienstag bekanntgegeben. Warum Belgien beim Klimaschutz deutlich unter dem europäischen Durchschnitt liegt, erklärt das liberale Wirtschaftsmagazin Trends Tendances: "Mahnende Worte kommen nicht an. ... Und dass wir keinen Feind haben, ist das andere Problem bei der Mobilisierung einer breiten Bevölkerung gegen den Klimawandel. Im Kampf gegen die Schädigung unseres Klimas können wir auf niemanden zeigen und sagen: 'Er (oder sie) ist das Problem.' ... Die Wirtschaftskrise hat in der öffentlichen Diskussion gegenüber der Klimakrise den Vorteil, dass sie hier und jetzt spürbar ist und unseren Geldbeutel betrifft. Diese Denkweise ist bedauerlich, aber sie bestätigt einmal mehr, dass wir selbst unser schlimmster Feind sind." (29.10.2014)

Proto Thema - Griechenland | 30.10.2014

Griechische Arbeitnehmer viel zu egoistisch

Seit mehr als einem Jahr protestieren 595 ehemalige Reinigungskräfte des Finanzministeriums, weil sie auf Forderung der Troika entlassen wurden. Sie wollen wieder eingestellt werden, aber nur an ihren alten Arbeitsplatz. Eine unsoziale Forderung, findet die liberale Wochenzeitung Proto Thema in ihrer Online-Ausgabe: "Die Logik der Putzfrauen ist, was interessiert es mich, wenn das Haus des Nachbarn brennt, es ist ja nicht mein Haus. Sie versuchen nur, ihre eigenen Interessen zu verteidigen. Gleichzeitig verlangen sie die Unterstützung der ganzen Gesellschaft. … Das ist also der öffentliche Sektor in unserem Land, und es wäre gut, wenn jeder es kapiert: Es sind die Arbeitnehmer, die denken, dass die Gesellschaft ihnen etwas schuldet. ... Dass sie in der Lage sein sollten, selbst zu bestimmen, wo und wie und für wie viel Geld sie arbeiten." (30.10.2014)

Mandiner - Ungarn | 29.10.2014

Ungarns Internetsteuer belastet kleine Firmen

In Budapest haben am Dienstag erneut Zehntausende gegen die geplante Einführung einer Internetsteuer demonstriert. Die Regierung hatte zu Wochenbeginn eine modifizierte Gesetzesvorlage vorgelegt, wonach Firmen umgerechnet höchstens 16 Euro pro Monat zahlen sollen. Die Internetsteuer würde dennoch vor allem die kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMUs) finanziell treffen, kritisiert der Publizist Ákos Gergely Balogh auf dem konservativen Meinungsportal Mandiner: "Den KMUs wird die Internetsteuer in doppelter Hinsicht zum Nachteil gereichen, sofern die vom Fidesz [Regierungspartei] eingereichte modifizierte Gesetzesvorlage zum Tragen kommt. Zum einen könnte die Steuer die kleinen und mittelständischen Internetanbieter binnen kurzem zugrunde richten, wenn sie diese nicht auf die Endnutzer abwälzen. ... Zum anderen wären die mit der Internetsteuer verbundenen Mehrkosten für [alle] KMUs angesichts der hohen Internettarife eine große finanzielle Last." (29.10.2014)

Diário de Notícias - Portugal | 29.10.2014

Portugal muss TAP-Turbulenzen beenden

Ein Streik des Kabinenpersonals bei der portugiesischen Airline TAP als Protest gegen eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen wird in dieser Woche voraussichtlich zehntausende Passagiere betreffen. Die liberal-konservative Tageszeitung Diário de Notícias hegt kaum Hoffnungen auf eine baldige Privatisierung des Unternehmens: "Der Beginn des zweiten Semesters war besonders turbulent für die Airline. Die Verzögerung bei der Inbetriebnahme von sechs neuen Flugzeugen zu einem Zeitpunkt, da man elf weitere Strecken nach Südamerika und Europa lancierte, hat wohl alles durcheinander gebracht. ... All dies gehört zum Leben eines Unternehmens dazu. Die Ausnahme im Fall TAP: Es wird einfach nicht über die Privatisierung des Staatsunternehmens entschieden. Diese Absicht besteht schon seit 14 Jahren! ... Und sie ist auch im Staatsbudget 2015 festgeschrieben. ... Doch die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass alles beim gleichen bleibt. Oder besser gesagt, dass die Turbulenzen der Privatisierung oder Nicht-Privatisierung für die nächste Regierung übrig bleiben." (29.10.2014)

Avvenire - Italien | 29.10.2014

Sparpolitik führt Euro-Zone in den Untergang

Nach Zugeständnissen der Regierungen Frankreichs und Italiens hat EU-Währungskommissar Jyrki Katainen am Dienstag erklärt, dass die Budgetentwürfe der beiden Länder für 2015 nicht schwerwiegend gegen den Stabilitätspakt verstoßen. Das darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich der Euro-Raum weiter in der Abwärtsspirale befindet, analysiert die katholische Tageszeitung Avvenire: "Die Euro-Zone droht unterzugehen wie die Titanic. ... Viele ziehen es vor, das Problem zu verdrängen, indem sie die Zahlen nicht richtig lesen. Das beste Resultat der Sparpolitik hätte demnach Spanien erzielt, das in Wahrheit seit Beginn der Krise das Verhältnis der Staatsverschuldung zum BIP verdreifacht hat, während das Wachstum sich auf nur ein Prozent beläuft und das Defizit [2013] auf 6,8 Prozent geklettert ist. Und die Staatsverschuldung wächst weiter und wird im nächsten Jahr wohl über 100 Prozent des BIP betragen, von der verheerenden Situation in Griechenland ganz zu schweigen. Zahlen, die alles andere tun, als einen Erfolg der Sparpolitik nahezulegen." (29.10.2014)

Berlingske - Dänemark | 29.10.2014

EU muss im Gasstreit mit Russland hart bleiben

In Brüssel beginnt am heutigen Mittwoch eine neue Runde der Verhandlungen zwischen der Ukraine, Russland und der EU um eine Lösung im monatelangen Gasstreit. Die konservative Tageszeitung Berlingske fordert, dass die EU mit Selbstbewusstsein in die Gespräche gehen soll: "Die EU muss sehr ernsthaft überlegen, ob sie sich dem Druck Russlands beugen will, für die Ukraine zu zahlen. Wenn nicht, würde das die EU zwingen, bereits jetzt an Alternativen zu denken: Der jüngste [Gas-] Stresstest zeigt, dass die EU ohne russisches Gas durch den Winter kommen kann, wenn schnell und koordiniert gehandelt wird. Außerdem ist es unwahrscheinlich, dass die Russen die Handelsverbindungen zur EU abbrechen. Das Land braucht Geld und der Ölpreis fällt. Der Ukraine könnten einige EU-Länder das russische Gas zurück verkaufen, egal, was Gazprom sagt. Das wird teuer, ja. ... Aber die Russen nutzen das Gas als Waffe und es wird Zeit, dass wir uns nicht mehr erpressen lassen." (29.10.2014)

Kauppalehti - Finnland | 28.10.2014

Banken tragen keine Schuld an Wirtschaftskrise

Nach der Veröffentlichung des Stresstests der Europäischen Zentralbank gibt es Forderungen, wonach die Banken ihre Zurückhaltung bei der Kreditvergabe aufgeben sollten. Doch für die Probleme der Euro-Zone sind weder der Zustand der Banken noch die Verfügbarkeit von Krediten verantwortlich, betont die Wirtschaftszeitung Kauppalehti: "Im Gegenteil: Es war viel mehr Geld im Angebot, als die Unternehmen oder Verbraucher haben wollten. ... Ganz deutlich ist dies in Finnland zu sehen. ... Das Angebot an Darlehen war groß, aber es gab keine Interessenten, obwohl die Zinsen derzeit auf einem historischen Tief sind. Das Wirtschaftswachstum beschleunigt sich nicht durch ein größeres Kreditangebot oder eine höhere Kapitalquote der Banken, sondern es legt erst dann zu, wenn sich die Unternehmen wieder trauen zu investieren. Investitionen schaffen neue Arbeitsplätze und stärken das Vertrauen der Verbraucher. Um diesen positiven Kreislauf anzustoßen sind jedoch politische Maßnahmen nötig." (28.10.2014)

Le Figaro - Frankreich | 27.10.2014

Hollandes Sturheit schadet Frankreich

Die Europäische Kommission will Frankreichs Haushalt, der ein Defizit von 4,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes aufweist, offenbar nicht genehmigen. In einem Brief forderte sie genauere Informationen über die Gründe der hohen geplanten Staatsverschuldung. Die konservative Tageszeitung Le Figaro kritisiert die sture Haltung von Frankreichs Präsident François Hollande: "Frankreich akzeptiert nicht, dass Europa es in punkto Staatshaushalt belehrt. Seinen Haushalt für 2015, über den die Nationalversammlung immer noch debattiert, wird Brüssel in dieser Woche wahrscheinlich ablehnen. Einmischung in unsere inneren Angelegenheiten, Verletzung unserer Souveränität? Die Wahrheit ist, dass wir uns den Regeln entziehen wollen, die wir selbst aufgestellt haben. Frankreich ist heute der schlechteste Schüler der Klasse, doch François Hollande stellt sich taub. Das ist seine Art, sich mit Gewalt durchzusetzen. Er setzt darauf, dass weder Brüssel noch Deutschland noch seine anderen Partner den Mut haben, eine politische Krise mit einem der EU-Gründerstaaten auszulösen." (27.10.2014)

15min - Litauen | 27.10.2014

Litauen endlich unabhängig von Russlands Gas

Das schwimmende Flüssiggasterminal Independence wird am heutigen Montag im litauischen Ostseehafen Klaipėda festgemacht. Die Anlage zur Rückvergasung von Flüssiggas ermöglicht es Litauen, jährlich bis zu vier Milliarden Kubikmeter Erdgas auf dem Seeweg zu importieren. Dies ist gleichbedeutend mit dem Ende der absoluten Abhängigkeit des Landes von Energie aus Russland, jubelt das Portal 15min: "Litauen hat es geschafft - wir alle haben es geschafft: die Präsidentin, drei Premiers, einige Energieminister und die Konstrukteure des Terminals sowie - am wichtigsten - alle Steuerzahler, die beim Brotkauf dem Staat 21 Prozent Mehrwertsteuer gezahlt und somit den Bau des Mittels für unsere Energiefreiheit ermöglicht haben. ... Dies ist ein Nationalfeiertag für ausnahmslos alle Bürger Litauens. Denn der Kreml hat mit seinen Gaspreisen lange Jahre nicht nur Litauer, sondern auch sämtliche Polen und litauische Russen terrorisiert. Deshalb ist heute ein Feiertag für alle!" (27.10.2014)


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