Der frühere russische Präsident Wladimir Putin ist jetzt russischer Premierminister. Cristian Campeanu kommentiert: "Die russische Politik wird ihren altbekannten Weg gehen, den Putinismus. In der Innenpolitik müssen wir mit einer Konsolidierung des autoritären Regimes rechnen. … Ein zweites Element des Putinismus ist der 'Staatskapitalismus', die Form eines quasifaschistischen Korporatismus, bei dem die russischen Unternehmen mehrheitlich dem Staat gehören und von hochrangigen Regierungsfunktionären nach kapitalistischen Prinzipien geführt werden. Diese Firmen, die über riesige finanzielle Ressourcen verfügen, werden nicht nur für die Profitmaximierung gebraucht, sondern um die politischen Interessen Moskaus durchzusetzen. Gasprom, eine der größten Firmen der Welt, ist ein passendes Beispiel dafür. ... Heute arbeiten Regierungen wie Italien, Deutschland oder Österreich nach dem Leitsatz: Wenn die Russen nicht zu besiegen sind, ist es besser Geschäfte mit ihnen zu machen. Der Kapitalismus des russischen Staates hat viele Anhänger in Westeuropa, die vom liberalen Kapitalismus gesättigt sind, und es gibt auch immer mehr Anhänger der Theorie, sich Moskau anzupassen." (13.05.2008)
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