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Presseschau | 24.09.2008

 

TOP-THEMA

Finanzsystem in der Krise

Finanzsystem in der Krise

 

Knapp zehn Tage nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers steckt die internationale Finanzwelt in einer tiefen Krise. Die US-Regierung kündigte unterdessen an, den angeschlagenen US-Banken faule Kredite für 700 Milliarden Dollar abzukaufen. Wie geht es weiter mit der internationalen Finanzordnung? » mehr

Mit Artikeln aus folgenden Publikationen:
Süddeutsche Zeitung - Deutschland, Tygodnik Powszechny - Polen, Blog Del alfiler al elefante - Spanien, Népszabadság - Ungarn

Süddeutsche Zeitung - Deutschland

"Wie wäre es, das Finanzsystem als solches in Frage zu stellen?" fragt die Tageszeitung Süddeutsche Zeitung und plädiert für die Abschaffung von Zentralbanken. "Anstatt nach Grenzen für die Prämien von Bankern zu rufen und nach einer strengeren Regel hier und einer härteren Regulierung da, ist es Zeit, über eine neue Finanzordnung nachzudenken. Es ist schließlich nicht das erste Mal, dass die Krisenbewältigung nach dem Platzen großer Marktblasen per Nothilfe von Zentralbank und Staat erfolgte. Nur die Größenordnung nahm im Laufe der Zeit zu. Bezahlen mussten am Ende die Bürger, in Form von Arbeitslosigkeit, höheren Steuern oder Inflation. ... Bis heute ist die herrschende Meinung: Krisen könne man nur bewältigen, indem man genügend Liquidität zur Verfügung stellt. Ein Freibrief für Zentralbanken, dies teils ungeachtet ihrer eigenen Richtlinien auch zu tun. ... In einem Finanzsystem ohne Zentralbank ist es nicht möglich, durch großzügige Verschuldungsorgien Konjunkturzyklen abzukürzen. ... Wenn der Markt ihr nicht mehr Staatsanleihen abkauft, muss die Regierung sparen. Kreditwürdig ist dann nur, wer solide wirtschaftet." (24.09.2008)

Tygodnik Powszechny - Polen

Mit Blick auf die internationale Finanzkrise prophezeit die liberale Wochenzeitung Tygodnik Powszechny ein ansteigendes Misstrauen gegenüber der Idee der freien Marktwirtschaft: "Die jetzige Krise kann auch langfristige Folgen haben. In der öffentlichen Wahrnehmung verkörpern die USA den Kapitalismus des freien Marktes. US-amerikanische Politiker liebten es, andere Länder zu belehren, wie wichtig es sei, dass der Staat sich von der Wirtschaft fern hält. Und ausgerechnet die USA ließen zuerst zu, dass der weltweite Finanzmarkt fast einbrach und unternahmen dann eine gigantische Intervention auf dem Markt. Sie gingen so weit, dass sie die vom Bankrott bedrohten Institutionen verstaatlichten und die immensen Verpflichtungen privater Finanzfirmen auf den Schultern der Steuerzahler ablegten. Diese Kluft zwischen Theorie und Praxis kann dazu führen, dass der Zuspruch zur Idee des freien Marktes, die in Polen ohnehin schon nicht sehr verbreitet ist, zurückgeht." (24.09.2008)

Blog Del alfiler al elefante - Spanien

Der stellvertretende Chefredakteur der spanischen Tageszeitung El País, Lluís Bassets, sieht in seinem Blog Del Alfiler al Elefante eine Epoche zu Ende gehen und eine neue heranbrechen: "Von einer Mauer zur anderen: von der, die in Berlin fiel, zu der, die sich in New York veränderte [Wall Street = Mauerstraße]. Diese Epoche ist: 1989-2008. Die Geschichtsschreiber können ihre Bleistifte spitzen. Zwischen beiden Mauern sind viele Dominosteine gefallen: die Ideologien zum Beispiel, eine nach der anderen. ... Jetzt erleben wir die Reinigung der Reinigung. Den Untergang der letzten siegreichen Ideologie. ... Der Antriebsmotor der vergangenen Epoche war die Gier, jetzt darf es nicht darum gehen, sich gegenseitig Vorwürfe zu machen. Der Kapitalismus ohne Habsucht ist etwas anderes und in Europa durchaus bekannt: die Soziale Marktwirtschaft, der Rheinische Kapitalismus, der Christliche Sozialismus, etc. – Bezeichnungen, die auf der anderen Seite des Atlantiks mitleidiges Lächeln auslösten und die jetzt mit neuen Namen wiederkehren werden. Wir werden sehen, was mit der Habsucht in dieser Epoche geschieht und wie lange sie braucht, um in ihrer ganzen Dreistigkeit und ihrem vollen Überfluss zurückzukehren." (24.09.2008)

Népszabadság - Ungarn

Die Tageszeitung Népszabadság stellt sich die Frage, ob der Kapitalismus an sein Ende gelangt sei: "Sowohl in der Finanzwelt als auch in den Köpfen ist das Chaos derzeit groß. Sogar renommierte Ökonomen sagen, dass die konservative Bush-Regierung [mit der Ankündigung einer Finanzspritze in Höhe von 700 Milliarden Dollar für die angeschlagenen US-Banken] eine sozialistische Lösung gewählt habe, um den auf freiem Wettbewerb basierenden amerikanischen Kapitalismus zu retten. Die Geschichte der Spekulationen zeigt uns, dass sich die Dinge nach einer schmerzhaften Übergangszeit wieder zurück verändern. Der ursprüngliche Zustand stellt sich allerdings niemals ein: Die regulierende Rolle des Staates ändert sich, und es folgt stets eine etwas andere Periode, in der noch nie da gewesene Phänomene neue Probleme verursachen." (24.09.2008)

POLITIK

Times of Malta - Malta

Kritik an Immigrationspakt

Die Tageszeitung Times of Malta kritisiert den "Pakt zu Einwanderung und Asyl", bei dem eine gemeinsame europäische Immigrationspolitik verabschiedet wurde. "In seiner jetzigen Form ist der Immigrations-Pakt kaum das Papier wert, auf dem er geschrieben ist. ... Malta hat darauf bestanden, dass der Schlusstext eine Verpflichtung beinhalten muss, dass Länder an den EU-Grenzen, die eine überproportionale Anzahl an Asylsuchenden haben, von anderen Ländern bei der Teilung dieser Last unterstützt werden. Die Regierung hat gesagt, dass sie nicht bereit sei, dem Deal zuzustimmen, sollte Lastenteilung nicht Teil des Paktes sein. Sie hat absolut Recht, diese harte Position einzunehmen. Sie hat die volle Unterstützung jedes Bürgers in diesem Land dafür. Es gab die letzten sieben Jahre einen stetigen Zustrom von illegalen Immigranten in dieses Land. Rund 11 500 sind in dieser Zeit gekommen – das verhältnismäßige Äquivalent zu 1,7 Millionen in Frankreich oder 1,6 Millionen in Italien. ... Es kann keinen Zweifel geben, dass Malta eine unverhältnismäßige Last schultert und von anderen Ländern unterstützt werden sollte, diese Belastung zu lindern." (24.09.2008)

Berliner Zeitung - Deutschland

Neue ETA-Anschläge in Spanien

Spanien ist zu Wochenbeginn von einer Serie ETA-Anschlägen heimgesucht worden, nachdem zwei baskische Separatistenparteien wegen Unterstützung des Terrorismus von der spanischen Justiz verboten worden waren. Die Berliner Zeitung kommentiert: "Seit die Sozialisten das Land regieren, haben erstmals sämtliche im Parlament vertretenen Parteien sowie Unternehmerverbände und Gewerkschaften in einem Kommuniqué die jüngsten Attentate verurteilt. Bislang hatte der konservative Oppositionsführer Mariano Rajoy jede gemeinsame Erklärung verweigert, solange die Sozialisten nicht jeden Dialog mit der ETA ausschließen. Nun ist er zusammen mit Ministerpräsident José Luís Rodríguez Zapatero zum Begräbnis des ermordeten Soldaten erschienen. Ein wichtiges Signal. Die jüngsten Attentate mögen eine Antwort der ETA auf das Verbot zweier ihr nahe stehender Parteien sein. Das jedoch erklärt nicht, weshalb ein Feldwebel sterben muss, wenn ein Richter ein Verbot durchsetzt. Über dessen Zweckmäßigkeit kann man im Übrigen streiten genauso wie über die Opportunität eines Verbotes der [rechtsradikalen] NPD [in Deutschland]. Vielleicht aber waren die Attentate vor allem eine Botschaft an die verunsicherten eigenen Reihen." (24.09.2008)

Helsingin Sanomat - Finnland

Schulsystem auf dem Prüfstand

Nach dem zweiten Amoklauf an einer Schule binnen eines Jahres steht Finnland unter Schock. An der Berufsschule in Kauhajoki hat ein 22-jähriger zehn Mitschüler und sich selbst getötet. Der Täter war der Polizei durch das Internetportal YouTube bereits bekannt. Der Helsingin Sanomat schreibt in seinem heutigen Leitartikel: "Bis zum letzten Herbst gab es zum finnischen Schulsystem in der ganzen Welt nur positive Nachrichten. ... In weniger als einem Jahr hat die finnische Schule der Welt ein ganz anderes Gesicht gezeigt. ... Fast 20 junge Menschen starben gewaltsam in der Schule. ... Konzentriert sich die Schule zu sehr auf gute Bewertungen? Ist bei der Erziehung der jungen Menschen die Empathie verlorengegangen? ... Das Internet ist nicht schuld an den Vorfällen, aber es zeigt sich, dass junge Menschen es auch nutzen, um aufzufallen und dass der Polizei die nötigen Mittel fehlen. ... Nun müssen wir sorgfältig die Handhabung von Waffen prüfen ... Es ist an der Zeit, innezuhalten und ernsthaft zu hinterfragen, wofür die Gräueltaten der Preis sind." (24.09.2008)

The Irish Times - Irland

Browns Parteitagsrede

Die Tageszeitung The Irish Times kommentiert die Rede des britischen Premierministers Gordon Brown auf dem Labour-Parteitag in Manchester inmitten der Spekulationen um seinen bevorstehenden Sturz: "Er hat wahrscheinlich genug getan, um Rufe nach seiner Ablösung zurückzuweisen. ... Aber es ist ein steiler Anstieg gegen die vorherrschende nationale Stimmung, die für politischen Wechsel ist und den Konservativen ernsthaft Gehör schenkt. ... Diese gut aufgenommene Rede scheint einen direkten Führungskampf abgewiesen zu haben, aber sehr viel hängt davon ab, wie er seine Versprechen umsetzen kann. Seine hartnäckige Weigerung, eine Niederlage zu akzeptieren, kann ihm ohne wirkliche Erfolge nur eine vorübergehende Atempause verschaffen. Ohnehin sind die britischen Wähler nach elf Jahren Labour-Regierung müde und sehen sich natürlicher nach einer Alternative um. Die Konservativen haben unter [ihrem Chef] Cameron ihr Image geändert und ihre Anziehungskraft erhöht. Brown hat höchstens zwei Jahre, um zu zeigen, dass deren Transformation nur oberflächlich ist und dass Labour eine vierte Amtszeit verdient." (24.09.2008)

Elsevier - Niederlande

Rotterdam will Gaza als Partnerstadt

Die linken Parteien in Rotterdam wollen Gaza in Palästina zur Partnerstadt machen. Das sei eine schamlose Unterstützung der radikal-islamischen Palästinenserorganisation Hamas, schreibt das politische Wochenmagazin Elsevier: "Die sozialistische Politikerin Anja Meulenbelt ergriff die Initiative, eine Beziehung mit dem Hamas-Regime im Gazastreifen aufzubauen. Die Hamas ist nach Ansicht der Vereinten Nationen und der europäischen Union eine terroristische Organisation. Aber nach Ansicht von Meulenbelt, die sofort von den anderen linken Parteien unterstützt wurde, liegt die Schuld für die Gewalt bei Israel. Terroranschläge oder nicht, die Hamas muss ihrer Ansicht nach aus der Isolation geholt werden. Und Rotterdam muss dabei helfen. Man kann nur hoffen, dass Lüttich, Turin, Lille, Köln, Esch-sur-Alzette und Baltimore ihre Beziehungen zu Rotterdam schnell abbrechen. Denn mit so einer Stadt will man als friedlicher Demokrat doch nichts mehr zu tun haben." (24.09.2008)

REFLEXIONEN

Magyar Narancs - Ungarn

Peter Wagner über den Kampf gegen den Terrorismus

Seit dem 11. September 2008 befindet sich der Kampf gegen den Terrorismus bereits im achten Jahr. Es habe bislang zwar Teilerfolge gegeben, doch sei ein strategischer Sieg noch in weiter Ferne, schreibt Peter Wagner im Wochenmagazin Magyar Narancs: "Zweifelsohne hat der Krieg gegen den Terrorismus positive Ergebnisse hervorgebracht. Vergleichbare Schrecken wie die Zerstörung des World Trade Centers sind in den vergangenen sieben Jahren nicht passiert, auch ist das Fliegen sicherer geworden. Die in Madrid, London und anderen europäischen Städten verübten Terroranschläge haben die Regierungen des alten Kontinents aufgerüttelt und ihnen gezeigt, dass auch sie vom internationalen Terrorismus nicht verschont werden. Als Konsequenz arbeiten die Geheimdienste der EU-Staaten heute viel enger zusammen. Überdies wurde die Aufmerksamkeit auf radikale islamistische Gruppierungen gelenkt, die sich in der EU versteckt halten. ... Das Haupteinsatzgebiet von Al-Qaida begrenzt sich seit einigen Jahren einerseits auf die Peripherie der westlichen Zivilisation, andererseits auf die islamische Welt. Vor allem müssen die nordafrikanischen Länder als potenzielle Rekrutierungs- und Zielorte der Terroristen betrachtet werden. Beweise hierfür sind die vielen Verhaftungen und Bombenexplosionen dort. ... Das militärische Abenteuer der USA im Irak muss als gescheitert betrachtet werden. ... Washington müsste endlich zur Einsicht gelangen, dass der Krieg gegen den Terrorismus – weder im Irak noch in Afghanistan und Pakistan – mit militärischen Mitteln gewonnen werden kann. Vielmehr müssten die Zivilgesellschaften in diesen Ländern von Grund auf gestärkt werden." (24.09.2008)

WIRTSCHAFT

Les Echos - Frankreich

Die Zukunft der Post

Die Tageszeitung Les Echos spricht sich für den Plan aus, die Post teilweise zu privatisieren, auch wenn die Angestellten dagegen heftig protestiert haben: "Selbstverständlich ist die Post kein Unternehmen wie jedes andere. Mit ihren über das gesamte Land verteilten 12 000 Büros stellt sie zusammen mit der Bahngesellschaft SNCF eines der letzten Staatsunternehmen dar. Ein Stück nationaler Identität, finden manche. ... Doch das gesamte Netzwerk der Post hat einen enormen Modernisierungsbedarf – um das zu bemerken, genügt es, in ein nahe gelegenes Postbüro zu schauen. ... Unter diesen Bedingungen bleibt die Öffnung des Kapitals in Höhe von 20 oder 30 Prozent die einzig mögliche Option. Sie kann durch eine Notierung an der Börse oder die Unterstützung eines institutionellen Investors erfolgen." (23.09.2008)

Phileleftheros - Zypern

Das Leiden der Bauern auf Zypern

Nektarios Karios, Mitglied der Mitte-Rechts-Partei DISY, schreibt in der zypriotischen Tageszeitung Phileftheros über die schwierige Lage, in der sich die Bauern Zyperns befinden: "Die Bauern … erleben die schlechtesten Bedingungen der modernen Wirtschaftsgeschichte, und die Regierung macht nichts anderes, als sie in den Augen der Öffentlichkeit bloßzustellen. … Die Dürre, die hohen Preise, die Lebensmittel- und Erdölkrise ... prügeln gnadenlos auf die Bauern ein. Die eventuelle Zerschlagung dessen, was noch von der Agrarwirtschaft übrig geblieben ist, wird den zypriotischen Markt von fremden Märkten völlig abhängig machen, die Umwelt destabilisieren und die Lebensmittelqualität verschlechtern. … Die EU-Kommission zeigt uns, wie dem Problem zu begegnen wäre. Einerseits erkennt sie die dramatische Situation an und anderseits macht sie uns auf unsere Passivität aufmerksam." (23.09.2008)

KULTUR

Revista 22 - Rumänien

Land ohne europäische Werte?

Die Wochenzeitung Revista 22 vermisst europäische Kultur und Werte in Rumänien. "Vielleicht haben sich einige der Illusion hingegeben, dass nach unserer EU-Integration auf dem Papier am 1. Januar 2007 Rumänien wie durch ein Wunder zu einem authentischen europäischen Land würde, dass vom europäischen Geist und europäischen Werten berauscht ist. Das Wunder hat sich nicht erfüllt: Selbst heute fühlen wir uns nicht so, als lebten wir in einem Land europäischer Kultur. ... In Frankreich, Deutschland, Großbritannien ... werden Kulturereignisse in das Gesellschaftsleben integriert, für das Theater findet man nur schwerlich Eintrittskarten und für die großen Ausstellungen muss man im Voraus buchen. ... Jeder, der europäische Museen besucht, kann Schüler sehen, die von ihren Lehrern begleitet werden, die ihnen beibringen, wie man Kunstwerke verstehen und wertschätzen kann. In Rumänien sind diese Fertigkeiten und Kulturinitiativen isoliert, oder werden mit europäischen Mitteln finanziert. ... Weder im Fernsehen, nicht einmal in Kultursendungen, erst recht nicht in Zeitungen werden Werte und kulturelle Ereignisse dem großen Publikum vermittelt. Auch ermutigen sie zu keiner europäischen Reflexion, welche Richtung Rumänien eigentlich einschlägt. Im Einklang mit den Massenmedien fördern die rumänischen Parlamentarier die Verachtung der europäischen Werte." (24.09.2008)

MEDIEN

Berlingske Tidende - Dänemark

Medien mitschuldig an Finanzkrise?

Ein Lektor der Dänischen Schule für Journalismus, Roger Buch, argumentiert in der dänischen Tageszeitung Berlingske Tidende, dass die Medien eine Teilschuld an der Finanzkrise trügen, auch wenn die Hauptverantwortung bei den finanziellen Akteuren läge. Er fordert, Entwicklungen auf dem Immobilien- und Aktienmarkt objektiv darzustellen. "Die Schuld kann gewiss auf viele verteilt werden, aber dabei wird übersehen, dass auch die Medien ihre Verantwortung an der Kreditkrise tragen." Buch vermisst die kritischen Fragen, die klare Analyse, sowie verschiedene Perspektiven, und er sieht drei Hauptprobleme: "Fehlendes historisches Wissen, eine konsequente Darstellung der Verkäuferperspektive und Mangel an Käuferperspektive, sowie der Mangel an objektiven Einschätzungen von Aktienkursen, Immobilienpreisen usw. ... Als Konsequenz dieser Probleme verstärken die Medien die Aktien- und Immobilienblase, denn es entsteht ein Hype-Journalismus, der an unkritisch jubelnden Sportjournalismus während und besonders nach einem guten Fußballspiel erinnert. ... Das mag im Sportjournalismus unschuldig und unterhaltsam sein, aber im Finanzjournalismus ist es sehr problematisch." (24.09.2008)

 

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