Ein Lektor der Dänischen Schule für Journalismus, Roger Buch, argumentiert in der dänischen Tageszeitung Berlingske Tidende, dass die Medien eine Teilschuld an der Finanzkrise trügen, auch wenn die Hauptverantwortung bei den finanziellen Akteuren läge. Er fordert, Entwicklungen auf dem Immobilien- und Aktienmarkt objektiv darzustellen. "Die Schuld kann gewiss auf viele verteilt werden, aber dabei wird übersehen, dass auch die Medien ihre Verantwortung an der Kreditkrise tragen." Buch vermisst die kritischen Fragen, die klare Analyse, sowie verschiedene Perspektiven, und er sieht drei Hauptprobleme: "Fehlendes historisches Wissen, eine konsequente Darstellung der Verkäuferperspektive und Mangel an Käuferperspektive, sowie der Mangel an objektiven Einschätzungen von Aktienkursen, Immobilienpreisen usw. ... Als Konsequenz dieser Probleme verstärken die Medien die Aktien- und Immobilienblase, denn es entsteht ein Hype-Journalismus, der an unkritisch jubelnden Sportjournalismus während und besonders nach einem guten Fußballspiel erinnert. ... Das mag im Sportjournalismus unschuldig und unterhaltsam sein, aber im Finanzjournalismus ist es sehr problematisch." (24.09.2008)
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